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Offene Konfliktpunkte in Tarifeinigung zwischen GDL und Deutscher Bahn: Politologe Schroeder äußert sich kämpferisch

Der Politologe und Tarifexperte Prof. Dr. Wolfgang Schroeder äußerte sich nach der Einigung zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn (DB) zu offenen Konfliktpunkten zwischen den beiden Parteien. Schroeder betonte, dass trotz der Tarifeinigung noch eine Reihe von offenen Fragen bestünde. GDL-Chef Claus Weselsky habe sich in seinem Statement kämpferisch gezeigt, aber Schroeder habe den Eindruck, dass Weselsky nicht wirklich von dem Tarifergebnis überzeugt sei.

Obwohl die DB der GDL in Bezug auf die 35-Stunden-Woche entgegengekommen sei, möchte Weselsky weiterhin betonen, dass die Bahnführung einen fairen Kompromiss im Rahmen des Tarifeinheitsgesetzes nicht durchgesetzt habe. Dadurch werde der Bahnführung der Schwarze Peter zugeschoben, so Schroeder.

Es bleibt abzuwarten, ob die offenen Konfliktpunkte zwischen der GDL und der DB in naher Zukunft gelöst werden können.

In den vergangenen Jahren war die GDL mehrmals in Tarifstreitigkeiten mit der DB verwickelt. Im Jahr 2014 kam es zu einem wochenlangen Streik der Lokführer, der zu erheblichen Beeinträchtigungen im Bahnverkehr führte. Die GDL forderte unter anderem Lohnerhöhungen und kürzere Arbeitszeiten.

Im Folgenden sind einige Fakten über die Deutsche Bahn und die GDL aufgelistet:

Deutsche Bahn GDL
Der Konzern beschäftigt mehr als 322.000 Mitarbeiter. Die Gewerkschaft vertritt rund 36.000 Lokführer und Zugbegleiter.
Die Deutsche Bahn betreibt über 33.000 Kilometer Schienennetz in ganz Deutschland. Die GDL ist eine unabhängige Gewerkschaft, die sich speziell für die Interessen der Lokführer einsetzt.
Die DB ist ein Nachfolgeunternehmen der früheren Deutschen Bundesbahn und der Deutschen Reichsbahn. Die GDL wurde im Jahr 1867 gegründet und ist somit eine der ältesten Gewerkschaften in Deutschland.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Konflikt zwischen der GDL und der DB in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird. Die Auswirkungen auf den Bahnverkehr in Berlin und anderen Teilen Deutschlands können sich erheblich auf Pendler und Reisende auswirken. Es bleibt zu hoffen, dass eine Einigung erzielt werden kann, um weitere Streiks und Störungen im Bahnverkehr zu vermeiden.



Quelle: PHOENIX / ots

NAG Redaktion

Versierte Journalisten mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Arbeiteten seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Haben für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und sind bekannt für tiefgründige Analysen und klare Darstellungen komplexer Sachverhalte.

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