Berlin Aktuell

Bundespräsident Steinmeier besucht Zentrum am Zoo und betont die Bedeutung von Unterstützungsangeboten für arme Menschen

Besuch des Bundespräsidenten im Zentrum am Zoo der Berliner Stadtmission

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Besuch des Zentrums am Zoo der Berliner Stadtmission die Bedeutung von Begegnungsstätten für arme Menschen betont. Er machte deutlich, dass die Anstrengungen gegen Wohnungslosigkeit in Deutschland nicht nachlassen dürften. Steinmeier betonte, dass es wichtig sei, Begegnungsstätten zu haben, in denen sich Menschen aus verschiedenen sozialen Milieus treffen können.

Im Zentrum am Zoo erhalten von Armut betroffene Menschen Unterstützung von Psychologinnen, Sozialarbeitern und ehrenamtlichen Helfern. Das Angebot richtet sich unter anderem an Senioren, die von Altersarmut betroffen sind, und Obdachlose. Laut Angaben der Stadtmission nehmen wöchentlich zwischen 50 und 60 Menschen die Hilfe des Zentrums in Anspruch. Die Räumlichkeiten befinden sich in einer ehemaligen Polizeistation im Bahnhofsgebäude des Zoologischen Gartens und dienen auch als Begegnungsstätte für kulturelle Veranstaltungen.

Während des Besuchs verteilten Bundespräsident Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender Abschlusszertifikate an Schulkinder, die zuvor an der sogenannten Kinder-Akademie der Stadtmission teilgenommen hatten. Der einwöchige Ferienkurs befasst sich mit dem Thema Armut und Obdachlosigkeit. Die Kinder hatten dabei Gelegenheit, mit Marcel Stärke in Kontakt zu kommen, der selbst 13 Jahre lang auf der Straße gelebt hat. Stärke berichtete von schwierigen Zeiten und zeigte sich dankbar für die Menschlichkeit und Empathie, die ihm im Zentrum am Zoo entgegengebracht wurden. Er erzählte, erst vor wenigen Wochen in ein Wohnheim gezogen zu sein.

Ein neunjähriger Teilnehmer des Kurses mit dem Namen Jelle äußerte sich besonders darüber beeindruckt, wie Obdachlose ihr Geld einteilen müssen. Ein Beispiel dafür sei die Überlegung, ob ein kostenpflichtiger Toilettengang sich lohnt. Jelle stellte fest, dass für ihn als Kind ein Euro keinen großen Unterschied mache, für Obdachlose jedoch sehr wohl.

Siehe auch  Landesaufnahmeprogramm für afghanische Flüchtlinge in Berlin bisher ohne Ergebnisse: Kein einziger Asylsuchender ist bisher angekommen, kritisiert die Integrationsbeauftragte.

Laut Angaben der Stadtmission wurden bei einer Zählung im Jahr 2021 etwa 2000 Obdachlose in Berlin gezählt. Diese Zahl wird jedoch als zu niedrig eingeschätzt, da es eine hohe Dunkelziffer gibt.

Der Besuch des Bundespräsidenten im Zentrum am Zoo der Berliner Stadtmission unterstreicht die Bedeutung von Unterstützungsangeboten für arme Menschen und die Notwendigkeit, sich weiterhin für die Bekämpfung von Wohnungslosigkeit einzusetzen. Solche Begegnungsstätten bieten betroffenen Menschen nicht nur praktische Hilfe, sondern auch die Möglichkeit, soziale Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen.

Daniel Wom

Der in Berlin geborene Daniel Wom ist ein versierter Journalist mit einer starken Affinität für Wirtschaftsthemen. Er hat an der Freien Universität Berlin Journalistik und Wirtschaftswissenschaften studiert und arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt in den Medien. Daniel hat für verschiedene große Tageszeitungen und Online-Plattformen geschrieben und ist bekannt für seine tiefgründigen Analysen und klaren Darstellungen komplexer Sachverhalte. Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten-Verband und hat mehrere Auszeichnungen für seine exzellente Berichterstattung erhalten. In seiner Freizeit erkundet Daniel gerne die vielfältige Kulturszene Berlins und ist leidenschaftlicher Webentwickler.

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