Treptow-Köpenick

Vorfall in der Plansche – Stellungnahme des Landratsamtes

Vorfall in der Plansche – Stellungnahme des Landratsamtes

Pressemitteilung vom 2. Juli 2021

Der Besuch einer oben ohne im Pool sonnenbadenden Frau löste diese Woche Debatten über Diskriminierung und Gleichberechtigung aus.

Wie bereits bekannt, hat der am Paddelplatz eingesetzte Sicherheitsdienst den Besucher über die Richtlinien für den Spielplatz „Paddeln“ informiert, wonach Nudismus ist nicht erlaubt. Der Besucher ist der Aufforderung, den Richtlinien zu folgen, nicht nachgekommen. Der Sicherheitsdienst machte daraufhin von ihrer Hausordnung Gebrauch und bat die Polizei um Hilfe. Zu keinem Zeitpunkt bestand die Absicht, ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten.

Aus Sicht des Landratsamtes war der Rat des Sicherheitsdienstes richtig, da es sich beim „Splash“ um einen Wasserspielplatz handelt, der primär Kindern vorbehalten ist. Zudem ist der Spielplatz ein abgegrenzter, eingezäunter Raum, der nur zu bestimmten Zeiten geöffnet und geschlossen wird und von einem Sicherheitsdienst beaufsichtigt wird. Beim Betreten eines solchen Bereichs muss sich jeder an bestimmte Regeln halten. Als Folge des Vorfalls werden diese Regeln vor dem „Splash“ noch deutlicher dargestellt.

Aus der zunächst freundlichen Ansprache des Sicherheitsdienstes wurde nach Angaben des Besuchers eine hitzige Diskussion. Sollte der Sicherheitsdienst im Verlauf der Diskussion unangemessene Worte gebrauchen, räumt das Landratsamt ein, dass diese Art der Kommunikation nicht angemessen war. Erste Gespräche hierzu wurden mit den eingesetzten Kollegen bereits geführt.

Darüber hinaus unterstützt das Landratsamt die öffentliche Gleichstellungsdiskussion. Dies wurde auch in einem gemeinsamen Gespräch zwischen dem Besucher und der Gleichstellungsbeauftragten deutlich. Aus Sicht des Landratsamtes ist die Förderung dieser Debatte anhand des Planschbeckens ein äußerst schlechtes Beispiel, da dieser Spielplatz nicht mit einer öffentlichen Liegewiese oder einem Badeplatz gleichzusetzen ist. Dennoch ist es im Wesentlichen eine notwendige und zeitgemäße Diskussion in der Gesellschaft.

Abschließend möchte sich das Landratsamt bei Frau Lebreton für das Gefühl der Diskriminierung und für die mögliche unangemessene Kommunikation durch den Sicherheitsdienst entschuldigen.

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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