Treptow-Köpenick

VERMESSUNG DER STADT – eine Ausstellung von Larissa Fassler und Benedikt Terwiel in der Galerie im Rathaus Johannisthal

VERMESSUNG DER STADT – eine Ausstellung von Larissa Fassler und Benedikt Terwiel in der Galerie im Rathaus Johannisthal

Pressemitteilung vom 24.11.2021


Vergrößerung: Plakat zur Ausstellung Surveying the City

Bild: Hintergrund: Larissa Fassler Kotti, 2008, © der Künstler & Benedikt Terwiel Südgelände 2, 2021, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021 Gestaltung: Benjamin Friedl

  • Öffnung: Donnerstag, 2. Dezember 2021, 19 Uhr
  • Laufzeit: 3. Dezember 2021 bis 16. Januar 2022
  • Kuratorenführung: Sonntag, 16. Januar 2022, 16 Uhr
  • Standort: Städtische Galerie im Rathaus Johannisthal, Sterndamm 102, 12487 Berlin
  • Eintrag: kostenlos

Marco Brauchmann, Kulturstadtrat, gibt bekannt:

Die Ausstellung MESSUNG DAS STADT präsentiert Werke der Berliner Künstlerin Larissa Fassler und des Künstlers Benedikt Terwiel. Beide untersuchen und erstellen urbane Landschaftsbilder mit verschiedenen kartografischen Methoden. Die Kartografie wird nicht auf ein wissenschaftliches Bildgebungsverfahren reduziert, sondern individuell gestaltet und kritisch, einfühlsam und poetisch verhandelt.

Larissa Fassler untersucht öffentliche Räume und Knotenpunkte in der Stadt, beispielsweise in Berlin den „Kotti“ (2008) und den Moritzplatz (2017, 2019). Ihre intensive, oft mehrere Wochen dauernde Auseinandersetzung beginnt mit einer physischen Vermessung dieser Orte. Sie erforscht und durchwandert sie, lässt sich von ihrer subjektiven Wahrnehmung leiten und erfasst so deren Dynamik und Charakter. Ihre Erkenntnisse sammelt sie in ihren Karten, die auf den ersten Blick an konventionelle Architekturdarstellungen erinnern. Die von ihr angefertigten Zeichnungen ermöglichen jedoch einen viel nuancierteren Blick. Der urbane Raum, der menschliche Bedürfnisse ignoriert, wird ebenso zum Thema wie das Hinterfragen von Vorurteilen und Vorurteilen, die nicht nur den Ort, sondern auch die Menschen vor Ort betreffen. Fasslers Auseinandersetzung mit urbanen Strukturen wirft Fragen nach den Ordnungs-, Verteilungs- und Machtverhältnissen auf, die durch künstlerische Recherchen sichtbar werden.

Benedikt Terwiel skizziert ein breites historisches Feld der Kartografiegeschichte. Die gefundenen lithografischen Steine ​​für das Werk Invaliden / Straße (2021), von dem er Gipsabgüsse anfertigt, sind auf das Jahr 1937 datiert. Sie dienten damals als Vorlagen für Stadtpläne und Karten. Vor dem Hintergrund eines erweiterten Karten- und Kartierungsverständnisses beschäftigen wir uns heute mit digitalen Geoinformationen. Ausgehend von aktuellen Geodaten, die der Künstler beim Landesvermessungsamt Berlin angefordert hat, erstellte er eine Serie von computeranimierten Landschaftsbildern, die den südlichen Bereich Berlins (2021) zeigen. Das Gebiet des heutigen Naturpark Schöneberger Südgelände erscheint in den Renderings wie ein Filmstil aus einem Science-Fiction-Film. Es werden Ängste vor einem dystopischen Zukunftsszenario geweckt, auf das die Menschheit zusteuert. Geplant ist hier der Ausbau einer kartographischen Praxis, die ohne Kartenobjekt auskommt und sich im Sinne der Erschließung neuer Lebensräume in außerirdischen Atmosphären ausdehnt.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Meta Marina Beeck.

Öffnungszeiten:

  • Di – Do 12 – 19 Uhr
  • Fr 12 – 17 Uhr
  • Sa 15 – 19 Uhr

    .

Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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