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Türkei: Flugzeuge aus Katar und Aserbaidschan nehmen an der Waldbrandbekämpfung teil

ANKARA, Türkei – Wassertropfende Flugzeuge aus Aserbaidschan und Katar haben sich am Freitag dem Kampf gegen ein windgeschürtes Lauffeuer angeschlossen, das einen vierten Tag lang in der Nähe eines beliebten Ferienortes im Südwesten der Türkei brannte.

Der türkische Forstminister sagte unterdessen, das Feuer stehe zwar kurz vor der Eindämmung, aber der Wind stelle immer noch ein Risiko dar.

Das Feuer brach am Dienstag in der Region Bordubet in der Nähe von Marmaris an der Ägäisküste aus und breitete sich schnell aus, schwärzte Kiefernwälder und vertrieb Hunderte von Menschen aus ihren Häusern.

Mindestens 29 Menschen seien von dem Brand betroffen und 12 von ihnen seien zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca auf Twitter. Zwei Personen bleiben im Krankenhaus, sagte er.

„Die Not ist weitgehend vorbei“, sagte Vahit Kirisci, Minister für Land- und Forstwirtschaft, gegenüber Reportern und warnte davor, dass der Wind eine Bedrohung bleibe.

Die Behörden haben am Donnerstag einen 34-jährigen Mann festgenommen, der angeblich gestanden hatte, das Feuer nach einem Streit mit Familienmitgliedern gelegt zu haben, sagte Innenminister Suleyman Soylu.

Mehr als 2.500 Feuerwehrleute und 41 wasserabweisende Flugzeuge und Hubschrauber waren im Einsatz, um das Feuer zu bekämpfen. Am Freitag schlossen sich ein Flugzeug aus Aserbaidschan und drei Hubschrauber aus Katar ihren Bemühungen an.

Mehr als 400 Menschen wurden vorsorglich aus ihren Häusern evakuiert, teilte die türkische Katastrophenschutzbehörde AFAD mit. Laut Kirisci sind rund 3.000 Hektar Wald betroffen.

Ausgedehnte Dürrebedingungen in mehreren Mittelmeerländern, eine Hitzewelle in der vergangenen Woche, die Norddeutschland erreichte, und hohe Treibstoffkosten für Flugzeuge, die zur Bekämpfung von Waldbränden benötigt werden, haben in diesem Sommer in ganz Europa die Besorgnis verstärkt.

Im vergangenen Sommer rissen Flammen, die von starken Winden und sengenden Temperaturen gespeist wurden, durch Wälder in den türkischen Mittelmeer- und Ägäisregionen, einschließlich Marmaris. Die Waldbrände, bei denen mindestens acht Menschen und unzählige Tiere ums Leben kamen, wurden als die schlimmsten in der Geschichte der Türkei bezeichnet.

Die Regierung wurde wegen ihrer unzureichenden Reaktion und Bereitschaft zur Bekämpfung großflächiger Waldbrände, einschließlich des Mangels an modernen Löschflugzeugen, kritisiert.

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Quelle: ABC News

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