Friedrichshain-Kreuzberg

Startschuss für die Kampagne „Frag nach Mehrweg“: Berliner rufen Unternehmen auf, Mehrweglösungen einzuführen

Wiederverwendbar statt wegwerfen. Das Landratsamt setzt sich für Abfallvermeidung ein und unterstützt Mehrwegangebote.

Ab 2023 ist es für größere Restaurants verpflichtend, Mehrwegbehälter zum Essen oder Trinken anzubieten. Vor allem kleinere Unternehmen, Cafés und Kioske zögern jedoch noch, sich mit Mehrweglösungen zu beschäftigen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Weniger Müll und damit saubere Straßen und Parks, Mehrweglösungen sind jetzt sogar günstiger als Einweglösungen. Ein Mehrwegbecher kann hundertfach verwendet werden und kostet somit pro Nutzung deutlich weniger als Umweltsünder aus Plastik oder biobasierten Materialien, die oft keine bessere Klimabilanz haben.

„Die beste Verschwendung ist die, die gar nicht erst entsteht. Dabei sind Mehrwegverpackungen ein wichtiger Baustein im Zero-Waste-Konzept unseres Landratsamtes – und wenn es um den Einsatz von Mehrwegverpackungen geht, sind wir alle gefragt: Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen. Hier gibt es mittlerweile viele kreative Angebote. An nachhaltigen Optionen mangelt es nicht. Saubere Parks sind eine Herzensangelegenheit der Menschen in Friedrichshain-Kreuzberg. Ich bitte daher alle Handwerker und deren Kunden, sich an dem Projekt zu beteiligen“, sagt Clara Herrmann, Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg.

„In unseren Gesprächen mit Berliner Unternehmen wird jedoch immer wieder mangelnde Kundennachfrage als Grund genannt, Mehrweglösungen nicht anzubieten“, sagt Maximilian Mauracher von NEU URSPRÜNGLICH.STUDIO, das sich nun im Auftrag des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg gemeinsam mit Circular Berlin dem Thema annimmt und alle Berliner auffordert, in ihren Lieblingsrestaurants nach Mehrwegflaschen zu fragen.

Wer im Restaurant, Späti oder der Bar und Bäckerei um die Ecke nach Pfand fragt und dann auf der Website Fragen Sie nach Rückgaben teilnimmt, nimmt automatisch an einem Gewinnspiel teil und kann Gutscheine der jeweiligen Unternehmen gewinnen. Voraussetzung: Sie müssen Mehrweglösungen innerhalb des Aktionszeitraums bis zum 31. August 2022 einführen.

Die Initiatoren hoffen, dass aufgrund der steigenden Kundennachfrage mehr Unternehmen Lebensmittel und Getränke in Mehrwegbehältern anbieten werden.

Meg Koch von Circular Berlin: „Viele glauben, dass ein einziger Becher oder Pizzakarton nichts ändert, beschweren sich aber gleichzeitig über den Müll auf Berlins Straßen oder die überquellenden Mülltonnen, zum Beispiel an der Admiralbrücke im Sommer. Aber das Die Lösung dafür ist Mehrweg und Abfallreduzierung – und nicht mehr Abfallbehälter.“

Das Projekt „Mehrwegeverkehr in Friedrichshain-Kreuzberg – an den Hotspots rund um die Admiralbrücke und den Boxhagener Platz“ wurde vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg initiiert. Finanziert wird das Projekt aus Zuschüssen für touristische Sondervorhaben der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

Gesprächspartner

Sara Lühmann
Pressesprecher
Telefon: (030) 90298-2843

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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