Lichtenberg

Röntgenbilder als Tonträger – Ausstellung zur Geschichte der verbotenen Musik in der UdSSR

Röntgenbilder als Tonträger – Ausstellung zur Geschichte der verbotenen Musik in der UdSSR


Knochenmusikausstellung

Knochenmusikausstellung

Bild: © X-Ray Audio Project

Pressemitteilung vom 30.07.2021

Von Von Freitag, 14. August bis Sonntag, 5. September 2021, ist die Ausstellung „BONE MUSIK„Um zu sehen. Es zeigt, wie Menschen in der ehemaligen Sowjetunion trotz Zensur Musik verbreiten. Musikbegeisterte kamen auf die Idee, selbst Schallplatten zu machen und zu verkaufen. Dafür bauten sie eigene Aufnahmegeräte und nutzten Röntgenbilder, die sie als Tonträger auf Schallplattenformat schnitten.

Am Beispiel des sowjetischen Schmugglers Michail Farafanov wird die Entwicklung und Verbreitung von Raubkopien auf Röntgenfilmen lebendig. Seine Geschichte wird von dieser Entdeckung bis zu der Zeit erzählt, als er seine eigenen Platten aufnahm und Jazz, Rock’n’Roll und andere verbotene Genres und Lieder auf Röntgenstrahlen auf den Straßen Moskaus handelte.

KNOCHEN MUSIK zeigt Originalartefakte, Archivmaterial, Film, Musik, Bilder und Installationen und wird von Veranstaltungen begleitet. Am 14. August wird die Ausstellung mit einem Open-Air-Rahmenprogramm offiziell eröffnet. Neben begleitenden Podiumsdiskussionen mit internationalen Gästen zur Musikzensur in der Sowjetunion, DDR Und heute stehen neben Führungen mit den Kuratoren auch Konzerte auf dem Programm, die live aufgezeichnet und mit einem alten Schneideplotter auf Röntgenbilder gepresst werden.

Lichtenbergs Bezirksbürgermeister und Kulturstadtrat Michael Grunst (Die Linke): „Ich freue mich, dass diese Ausstellung nach Lichtenberg kommt, nachdem sie bereits erfolgreich in London gelaufen ist. Es ist ein wichtiges kulturelles und politisches Zeitzeugnis und zeugt von Ideenreichtum, Kreativität und Begeisterung für Musik. Wer Musik liebt, wird es sich nicht verbieten lassen. Die Ausstellung erzählt auch davon, wie subversiv Musik sein kann, wenn das Produzieren, Verteilen und Hören ein Akt des Widerstands ist. Manche Leute haben vielleicht schon von Samizdat gehört, aber wahrscheinlich noch nicht von Roentgenizdat. “

Veranstalter Björn Döring, Büro Döring, Fachhandel für Events: „Über den russischen Künstler Sergej Korsakov, der zum kuratorischen Team von KNOCHEN MUSIK ist, wurden wir auf das außergewöhnliche Thema der Ausstellung aufmerksam gemacht und waren überzeugt, dass nicht nur der historische Standort im ehemaligen Sperrgebiet der Staatssicherheit perfekt geeignet ist, sondern auch das historische Datum des 60 die Mauer. Wir freuen uns daher, diese Ausstellung nach Lichtenberg zu bringen und mit ihrem historischen Thema deutliche Bezüge auf das aktuelle Verhältnis von künstlerischer Freiheit und unterschiedlichen Formen der Zensur herstellen zu können. “

Die Ausstellung ist donnerstags bis sonntags von 14 bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Es wird kuratiert von Stephen Coates (UK) und Sergey Korsakov (RUS), gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und kofinanziert durch das Amt für Weiterbildung und Kultur im Landratsamt Lichtenberg.

Pressekontakt:

buero doering – Fachhandel für Events
Anna Jakisch
Telefon: 0152 03276440
Email

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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