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Neukölln

RKI-Bericht zum Covid-19-Cluster veröffentlicht

Zwischen dem 13. und 26. Juni 2020 hat das Gesundheitsamt Neukölln nach einer hohen Anzahl von Infektionen mit dem neuartigen Koronavirus mehrere Häuserblöcke unter Quarantäne gestellt SARS-CoV-2 wurde nachgewiesen. Das Verfahren hat manchmal heftige Kritik ausgelöst. Viele Aspekte des Distriktansatzes wurden vom Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Bericht über die Ausbruchsereignisse positiv bewertet.

Der Bericht bewertet verschiedene Ansätze der vom Gesundheitsamt ergriffenen Maßnahmen als Beispiele für vergleichbare Situationen und verweist daher ausdrücklich auf die soziale Unterstützung der Betroffenen.

Gemäß RKI Der Ausbruch in Neukölln ist durch die hohe Zahl betroffener Kinder und Jugendlicher gekennzeichnet. Fast die Hälfte (47%) der bestätigten Fälle waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Infolgedessen wurde befürchtet, dass sich das Virus in kommunalen Einrichtungen wie Schulen und Kindertagesstätten im besonders betroffenen sozialen Bereich ausbreiten würde.

Dies könnte durch die Aktion des Gesundheitsamtes verhindert werden. Bis zum 1. Juli 2020 wurden im Rahmen der Ausbruchsuntersuchung 1.027 Personen in den sieben Häuserblöcken registriert, die vom 13. Juni 2020 bis 26. Juni 2020 unter Quarantäne gestellt wurden. Für 730 (71%) gab es mindestens eine SARS-CoV-2-Testergebnis zuvor 109 (15%) Personen mindestens einmal positiv getestet. Der Anteil der positiven Testergebnisse variiert stark zwischen den einzelnen Häuserblöcken, die unter Quarantäne gestellt wurden und einen Höchstwert von 26% erreicht haben.

Parallel zu den notwendigen sozialen und räumlichen Eindämmungsmaßnahmen hat das Bezirksamt Neukölln mit verschiedenen Partnern zusammengearbeitet, darunter Sozial- und Jugendhilfswerke sowie die THW Neukölln ergriff soziale Unterstützungsmaßnahmen. Einschließlich Kinderbetreuungsangebote und Lieferung von Lebensmitteln und Alltagsgütern.

Das RKI hat in seinem Bericht Empfehlungen zu internen Prozessen wie Datenzugriff und Datenauswertung im Gesundheitsamt abgegeben. Diese Empfehlungen sowie der rege Austausch mit anderen von ähnlichen Ausbrüchen betroffenen Gesundheitsbehörden werden vom Gesundheitsamt Neukölln weiterverfolgt. Der noch nicht abgeschlossene Infektionsprozess wird vom Gesundheitsamt genau überwacht. Zu diesem Zweck wird vor Ort eine allgemeine medizinische Beratung durch das Gesundheitsamt und ein speziell eingerichtetes interkulturelles Bildungsteam angeboten (IKAT) vom Bezirksamt angeboten.

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Stadtrat für Gesundheit Falko Liecke: „Unsere Maßnahmen in dieser Ausnahmesituation waren umstritten. Aber sie hatten recht. Trotz teilweiser mangelnder Kooperationsbereitschaft, trotz tiefgreifendem Misstrauen gegenüber den Behörden und trotz erheblicher sprachlicher und kultureller Barrieren wurde verhindert, dass sich das Virus über die betroffenen Wohnblöcke hinaus ausbreitet. Dank der sozio-räumlichen Eindämmung konnten auch Schulschließungen mit über 10.000 betroffenen Haushalten und bis zu 18.000 Eltern vermieden werden.

Gleichzeitig konnten wir die Beschränkungen für die Bewohner der betroffenen Häuser niedrig halten und Barrieren, Polizeikontrollen und andere tiefgreifende Eingriffe in die Freiheit der Menschen weitgehend vermeiden.

In einer einzigartigen und bedrohlichen Situation zeigte Neukölln Entschlossenheit, aber auch Fingerspitzengefühl und Solidarität. Mein Dank geht an alle, die dazu beigetragen haben. „“

RKIBericht, Seite 22:
„Wir haben festgestellt, dass das Quarantänemanagement in vielen Bereichen an die Situation angepasst ist und möglicherweise den Weg für zukünftige Ausbrüche ähnlicher Art weist.“

RKIBericht, Seite 20:

„Im Allgemeinen viele Aspekte des Quarantänemanagements durch die GA Neukölln, ohne große Polizeipräsenz, mit Unterstützung des Sozialdienstes und mit dem Ziel der Bildung im Sinne einer Beteiligung und um Konfrontationen mit den Betroffenen zu vermeiden.“

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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