Berlin

PYAnissimo: Mit Sven Regener in die Pilze

Brandenburg und Pilze sammeln – das gehört zusammen. Der Märker startet im Spätsommer und kehrt erst in der Adventszeit mit Körben beladen aus dem Wald zurück. 2022 soll ein Top-Pilzjahr gewesen sein. Ich habe es auch versucht, hatte aber nur mäßigen Erfolg. Und jetzt wird es kalt.

Wer jetzt kein Pilzglück hat, findet keinen mehr. Wer jetzt kein Sammler ist, bleibt es noch lange, kocht pilzfrei oder schreibt Bettelbriefe und irrt rastlos in den Supermärkten hin und her, wo Sonderangebote herumschwirren.

So ist es in der Metropolregion, wo sich 180.000 Potsdamer und vier Millionen Berliner in den trockenen Kiefernwaldfurchen drängeln. Jeder Führer und Pilzexperte wird Ihnen genau sagen, was Sie sammeln sollen, aber nicht wie! Und wann! Das richtige Timing ist entscheidend. Das Wochenende ist nur eine Option, wenn Sie fit sind und mit dem Wettkampf umgehen können. Montag – vergiss es. Mittwoch ist sehr schön. Freitagmorgen auch – wenn man im Homeoffice schneller ist als alle anderen.

Die Pilzjagd ist psychologisch

Letzte Frage: wo. Die Prignitz soll ausgezeichnet sein, denn sie wird nicht gesammelt, sondern gesammelt. Ich habe meinen kleinen Glückspilz am Stadtrand von Potsdam gefunden, gleich hinter der letzten Bushaltestelle. Messer raus und los. Das ist Teil meiner Strategie: Alle anderen treten zuerst ins Dickicht und ein gutes Stück weg, aber dem Pilz ist das egal. Wenn ich im Randbereich noch Konkurrenten begegne, dann tue ich so, als würde ich sie nicht sehen. Ich will auch mit niemandem reden. bleib weg von mir Aber so ist das bei jedem, da stellt sich automatisch ein Fluchtreflex ein. Die Pilzjagd ist sehr psychologisch. Als Suchender bist du ein Einzelkämpfer. Und man braucht Geduld. Ja, es zahlt sich aus, wenn Sie im Frühjahr in einen Waldatmungs- oder Achtsamkeitskurs investieren.

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Und dann, gerade wenn du massiv frustriert bist und denkst, du hast dir die dümmste Stelle ausgesucht, bumm, dann siehst du es. Aber machen Sie jetzt keine unvorsichtigen Schritte, denn wo einer ist, sind mehr. Wenn Sie Gefahr laufen, den Überblick zu verlieren: Zeigen Sie mit ausgestrecktem Arm und dem kleinen Messer theatralisch auf jeden einzelnen Pilz: Du, du und du, ich sehe dich. Damit verkörpern Sie den Standort. Und wenn jemand in der Nähe ist, ist die Botschaft klar: Ihr Anspruch, Ihre Ernte. Dann beugen Sie sich vorsichtig nach unten und schneiden Sie ab, scannen Sie den Boden erneut aus dem geänderten Winkel. Nimm dir Zeit. Wenn dich jemand sieht, wird er erstaunt sein, wie beschäftigt du da unten bist.

Spinnweben sind ein gutes Zeichen

Natürlich gibt es Durststrecken, wenn nichts kommt. Überprüfen Sie dann, ob Sie nicht versehentlich auf einem ausgetretenen Sammelpfad gelandet sind. Nicht gut. Sie müssen dorthin gehen, wo später Spinnweben in Ihren Haaren stecken bleiben. Ich summe lieber Sven Regener: Ich bin immer da, wo du nicht bist. Der Regener war neulich beim Konzert im Nikolaisaal und hat den ganzen Abend kein Wort gesagt. Ich würde es zum Pilzesammeln mitnehmen.

Unser Autor ist freier Mitarbeiter für PNN. Sie lebt in Babelsberg.

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