Berlin

Pilotprojekt beim Lieferservice Getir in Berlin: Notfall-App soll die Arbeit von Fahrradkurieren sicherer machen

In Berlin, wo laut Statistischem Bundesamt jährlich rund 15.000 Verkehrsunfälle verzeichnet werden, will der Essenslieferdienst Getir nun die Sicherheit seiner Fahrradkuriere erhöhen. Dies soll durch eine Kooperation mit dem Berliner Start-up Calima erreicht werden. Letztere hat eine sogenannte Notfall-App entwickelt, mit der bei einem Unfall schneller Hilfe gerufen werden kann. In einem Pilotprojekt sollen die Smartphones von 40 Kurieren damit ausgestattet werden.

Der Start war holprig: Vor zwei Wochen verhinderte ein Batteriebrand, dass Calima und Getir sich gemeinsam präsentieren konnten. Aber jetzt hat das Projekt begonnen.

Mit der Software können Kuriere den Arbeitgeber in bedrohlichen Situationen sofort benachrichtigen, erklärt Calima-Mitgründerin Katharina Hochmuth. Neben dem aktiven Notruf enthält die Software auch einen „Unfallmelder“. Dieser wird bei einem Sturz oder Zusammenstoß ausgelöst und der Arbeitgeber automatisch kontaktiert.

Die Kosten trägt die Berufsgenossenschaft

Die App wird vier Wochen lang getestet. Der Fachverband Handel und Warenlogistik finanziert den Testmonat. Ihr Präventionsexperte Stefan Raßmann hält das Experiment für notwendig. In ihrer Branche sind Mitarbeiter zwangsläufig einem hohen Risiko ausgesetzt, da sie bei jedem Wetter unterwegs sind.

Sicherheit ist gerade jetzt besonders wichtig. Im Herbst wird es nicht nur dunkler, sondern auch nasser und rutschiger.

Benjamin Konzag, Sicherheitschef von Getir

Benjamin Konzag, verantwortlich für Sicherheit bei Getir, betont die einfache Bedienung der App. Das ist ein Vorteil. Die App ermöglicht auch eine genauere Unfallstatistik. So können beispielsweise Unfallschwerpunkte definiert und dank automatischer Erkennung auch weniger schwere Unfälle mit einer hohen Dunkelziffer erfasst werden.

„Gerade jetzt ist Sicherheit besonders wichtig. Im Herbst wird es nicht nur dunkler, sondern auch nasser und rutschiger“, sagt Konzag. Bei den Sicherheitsmaßnahmen ist Getir jedoch anderen Unternehmen der Branche voraus. Schwarze Kleidung von Mitbewerbern sei in der dunklen Jahreszeit schwer zu erkennen, sagt Konzag. Schwarz wird von den Fahrern des Konkurrenten Gorillas getragen, den Getir Berichten zufolge übernehmen will.

Siehe auch  Tipps für Reisen mit dem Auto in Europa

Verläuft die Testphase erfolgreich, kann die Technologie auch international ausgerollt werden. Laut Getir wird das Projekt im Dezember evaluiert.

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