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Palästinenser: Israelische Streitkräfte töten 19-Jährigen bei Zusammenstößen

JERUSALEM – Israelische Streitkräfte haben einen 19-Jährigen im besetzten Westjordanland bei Zusammenstößen erschossen, die am frühen Montag während einer israelischen Verhaftungsrazzia ausbrachen, sagten palästinensische Beamte.

Das palästinensische Gesundheitsministerium sagte, der junge Mann, Taher Zakarneh, sei in Kopf, Fuß und Oberschenkel in einer Stadt in der Nähe der Stadt Jenin im Westjordanland geschossen worden, einer Bastion des bewaffneten Kampfes gegen die israelische Herrschaft, die im Fokus der Israelis stand Überfälle.

Der Palästinensische Gefangenenclub, der derzeitige und ehemalige palästinensische Gefangene vertritt, sagte, Israel habe bei seiner Razzia in der Stadt Qabatiya drei Palästinenser festgenommen.

Das israelische Militär sagte, es sei während seiner Operation auf gewalttätige Proteste gestoßen und habe auf Brandbomben und Steine ​​​​mit scharfem Feuer reagiert, die auf Truppen geworfen wurden. Es hieß, 17 Palästinenser seien über Nacht bei Razzien im gesamten Westjordanland festgenommen worden.

Israel führt seit Monaten fast täglich Verhaftungsrazzien im Westjordanland durch, die durch eine Flut tödlicher Angriffe auf Israelis Anfang dieses Jahres ausgelöst wurden, bei denen 19 Menschen getötet wurden. Dutzende Palästinenser wurden während dieser Zeit getötet, viele von ihnen Militante oder Personen, die an Zusammenstößen beteiligt waren, aber auch einige Zivilisten wurden getötet, darunter einer, der versehentlich durch ein Kampfgebiet fuhr, und ein erfahrener Al-Jazeera-Journalist, der über die Razzien berichtete.

Israel sagt, die Razzien seien dazu gedacht, militante Netzwerke zu zerschlagen. Die Palästinenser sagen, die Operationen zielen darauf ab, Israels 55-jährige militärische Besetzung von Gebieten aufrechtzuerhalten, die sie für einen unabhängigen Staat wünschen.

Während die anfängliche Gewalt weitgehend abgeklungen ist, haben die Angriffe auf Israelis in letzter Zeit zugenommen. Am Freitag hat ein Palästinenser einen israelischen Soldaten erstochen und verwundet, bevor er getötet wurde. Am Sonntag eröffneten palästinensische Bewaffnete das Feuer auf einen Bus mit einer Gruppe israelischer Soldaten im Westjordanland und verletzten fünf Soldaten, einen davon schwer, sowie den zivilen Busfahrer. Ebenfalls am Sonntag sagte das Militär, ein Sprengsatz sei auf Soldaten an einem Posten im Westjordanland geschleudert worden, wobei vier Personen leicht verletzt worden seien.

Israel eroberte im Nahostkrieg 1967 das Westjordanland zusammen mit Ost-Jerusalem und dem Gazastreifen. Die Palästinenser wollen diese Gebiete für ihren erhofften Staat.

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Quelle: ABC News

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