Berlin

Neues Landesprogramm zur Energieberatung: Hier wird Berlinern bei steigenden Energiekosten geholfen

Um die Berliner bei der Bewältigung der massiv steigenden Energiekosten zu unterstützen, baut der Senat das Angebot der Energieberatung deutlich aus. Verbraucherschutzsenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hat am Donnerstag entsprechende Pläne als Kernelement ihres neuen Landesprogramms zur Energieberatung vorgestellt.

„Wir haben einen akut steigenden Beratungsbedarf“, sagte Jarasch. Im Rahmen des Nachtragshaushalts hat der Senat daher beschlossen, die dafür bereitgestellten Mittel von 500.000 Euro auf 2 Mio. Euro aufzustocken.

Ziel sei es, die Bürger angesichts der immens gestiegenen Energiekosten durch Spartipps finanziell zu entlasten und gleichzeitig für den nachhaltigen Umgang mit Energie zu sensibilisieren, erklärte die Senatorin.

Aufgrund der zu erwartenden stark steigenden Nachfrage nach Verbraucherinformationen sollte insbesondere der absehbare Personalmangel im Bereich der Energieberatung angegangen werden. Geplant ist ein Aus- und Weiterbildungssystem zur Umschulung von Langzeitarbeitslosen, Ehrenamtlichen und Teilzeitkräften zu Energieberatern. Ein wichtiger Schritt, sagt VZ-Vorstand Elß: „Energieberater sind wie Goldstaub.“ Nur so können zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden.

Neben bestehenden Angeboten sollen auch neue Anlaufstellen geschaffen werden. Ein Überblick, wo und wie Berlinern jetzt geholfen werden soll.

Energieschuldenberatung der Verbraucherzentrale

In Berlin gibt es bereits unabhängige Energieberatungsprojekte, wie die der Verbraucherzentrale. Sie sollen in den kommenden Monaten ausgebaut werden. Dazu gehört die Energieschuldenberatung der Verbraucherzentrale. „Unsere Beratungen zum Energiesparen sind ausgebucht“, sagte Dörte Elß, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Berlin. Die zusätzlichen Mittel für die Ausbildung des Personals sind daher sehr wichtig. Die Beratung erfolgt in der Regel telefonisch. Es gibt auch persönliche Termine im Büro Tempelhof.

Energierechtliche Beratung durch die Verbraucherzentrale

Nicht nur Energieschulden sind für viele Bürger ein Problem. Auch wenn der Stromversorger Insolvenz anmeldet oder unseriöse Anbieter die Preise illegal erhöhen, kann Hilfe benötigt werden.

Siehe auch  „Mama, Papa, mir ist langweilig“: Wenn das Kind nicht alleine beschäftigt ist

In diesen Fällen hilft die Energierechtsberatung der Verbraucherzentrale, die insbesondere auch telefonisch erreichbar ist, weiter und gibt Auskunft zu Vertragsabschluss, Tariferhöhung und Kündigung.

BAUinfo Berlin – Berliner Energieagentur

Auch Besitzern wird geholfen. Die Berliner Energieagentur berät unter anderem beim energetischen Sanieren und Neubauen von Gebäuden.

In Berlin zu Hause – Verbraucherzentrale Berlin eV

Auch die Verbraucherzentrale unterstützt Eigentümer. Es gibt eine aufsuchende, kostenlose Energieberatung, die den Zustand von Gebäuden und Heizungsanlagen sowie das Potenzial für Photovoltaikanlagen ermittelt. Das Projekt ist bis 2022 gesichert. Eine Verlängerung wird angestrebt.

Projektenergiebudget

Neben den bestehenden Angeboten sollen mit den Mitteln neue Hilfsmittel geschaffen werden. Dazu gehört auch das Projekt Energiehaushalt der Verbraucherzentrale, das im November startet. „Es richtet sich eher an Menschen, die bisher nicht von dem Thema betroffen waren und sich noch selbst helfen können. Dazu sollen insbesondere Vorlesungen, Online-Seminare und neu aufbereitete Informationen sowie Musterbriefe im Internet dienen.

Neuer Stromsparcheck-Standort der Caritas in Lichtenberg

Die Caritas hat in Berlin bereits neun Beratungsstellen zum Energiesparen eingerichtet. Mit Mitteln des Senats soll am 15. November ein zehnter Standort in Lichtenberg eröffnet werden. Wer Hilfe braucht, wird dort beraten. Darüber hinaus erhalten Bedürftige unter anderem kostenlos energiesparende Duschköpfe und LED-Leuchten, um den Verbrauch zu reduzieren. Dort gibt es auch Informationen zum Austausch von Kühlschränken: Geringverdiener können einen Zuschuss erhalten, wenn sie ihren alten Kühl- oder Gefrierschrank loswerden und stattdessen ein neues, effizienteres Modell kaufen. Ein Haushalt mit vier Personen bekommt beispielsweise seit September 300 Euro.

Türkische Energiesparberatung Eco-Save

Am 1. März 2023 startet der Türkische Verein Berlin-Brandenburg eV (TBB) mit der Beratung zu diesem Thema. Die Gespräche dort werden nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Türkisch, Kurdisch, Arabisch und Englisch geführt.

Siehe auch  Minusgrade in Berlin und Brandenburg: Klimaaktivisten wollen auch bei Frost auf der Straße bleiben

<

p class=“At“>

Kommentar verfassen

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"

Adblock erkannt!

Adblocker speichern und verwenden Ihre personenbezogenen Daten und verkaufen diese u.U. an Dritte weiter. Schalten Sie in Ihrem und unserem Interesse den Adblocker aus. Keine Angst, wir verwenden keine Popups oder Umleitungen. Ein paar kleine, unauffällige Banner finanzieren uns einen Kaffee. Sonst gibt's hier keine Werbung.