Berlin

Neue Jelbi-Stationen am Hardenbergplatz: Bahnhof Zoo wird E-Scooter-freie Zone

Es sind nur wenige Quadratmeter Platz – gegen falsch geparkte E-Scooter und Leihfahrräder in der Berliner City West könnten sie dennoch erstmals einen nennenswerten Beitrag leisten: Am Freitagvormittag hat Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) drei Jelbi Knotenpunkte der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) rund um den eröffneten Bahnhof Zoo. Wie überall in der Stadt werden die Flächen für die Anmietung und das Parken von Gemeinschaftsfahrzeugen genutzt.

Mit der Anfang September in Kraft tretenden neuen Sondernutzungsregelung für geteilte E-Scooter, Leihfahrräder und Mopeds bekommen die Stationen nun aber eine zusätzliche Bedeutung: Wo immer sie sich in der Stadt befinden, dürfen Nutzer ihre nicht mehr abstellen gemietetes Fahrzeug wild innerhalb von hundert Metern.

„Mit den Jelbi-Stationen schaffen wir definierte Parkflächen, um die Gehwege von herumstehenden Elektrorollern zu befreien. Diesen Plan werden wir im nächsten Jahr mit bis zu 150 weiteren Jelbi-Stationen ausrollen“, sagte Jarasch zur Eröffnung. Gleichzeitig sollen die Stationen am stark frequentierten Bahnhof Zoo, einem „Mobilitäts-Hotspot in Berlin“, wie die Senatorin sagte, entstehen gut erreichbare Übergänge von Bus und Bahn zu den Sharing-Fahrzeugen für die erste und letzte Meile der Fahrt.

Zwei der drei Hubs wurden auf dem Mittelstreifen der Hardenbergstraße errichtet. Das dritte liegt direkt am Hardenbergplatz. Rundherum zeigen die Sharing-Anbieter in ihren Systemen GPS-gesteuerte Parkverbotszonen: Dort kann die Fahrzeugmiete dann nicht mehr beendet werden. Der gesamte Hardenbergplatz außerhalb der drei Bahnhöfe wird damit frei von E-Scootern.

Die Jelbi-Hubs sind die Standorte Nummer 63 bis 65 der BVG in Berlin. Wie berichtet, sollen sie im kommenden Jahr vor allem in Mitte flächendeckend aufgebaut werden. Auf diese Weise soll die besonders betroffene Altstadt von falsch geparkten Sharing-Fahrzeugen befreit werden.

Siehe auch  Gruppierungen gegen den Ausbau der Berliner Stadtautobahn: Wie die Grünen mit einem Trick die SPD dazu bringen wollen, die A100 zu stoppen

Auch andernorts gelten aufgrund der neuen Benutzungsregeln seit September strengere Auflagen, wo und wie die Fahrzeuge abgestellt werden dürfen – und wo nicht. Verbotene Orte sind Kreuzungen, Bushaltestellen und Gehwege auf Brücken.

Bürgerinnen und Bürger haben seither auch die Möglichkeit, falsch geparkte Fahrzeuge über die Hotline an das Unternehmen zu melden. Die Unternehmen müssen die E-Scooter, Fahrräder und Mopeds dann tagsüber innerhalb von vier Stunden bewegen. Meldungen, die nach 22:00 Uhr eingehen, sollten am Folgetag ab 6:00 Uhr bearbeitet werden

  • Bettina Jarash
  • BVG
  • Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Center

Kommentar verfassen

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"

Adblock erkannt!

Adblocker speichern und verwenden Ihre personenbezogenen Daten und verkaufen diese u.U. an Dritte weiter. Schalten Sie in Ihrem und unserem Interesse den Adblocker aus. Keine Angst, wir verwenden keine Popups oder Umleitungen. Ein paar kleine, unauffällige Banner finanzieren uns einen Kaffee. Sonst gibt's hier keine Werbung.