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Netanjahu sagt, der türkische Präsident Erdogan stimme zu, die Beziehungen zurückzusetzen

TEL AVIV, Israel – Israel und die Türkei haben sich am Donnerstag auf einen Neuanfang in den Beziehungen geeinigt, so das Büro des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Die Beziehungen zwischen den ehemaligen Verbündeten wurden unter Netanjahus Amtszeit eisig. Es wird nun erwartet, dass er bald als Chef der rechtsgerichtetsten israelischen Regierung aller Zeiten an die Macht zurückkehren wird.

Die Beziehungen verbesserten sich bereits unter dem scheidenden Premierminister Yair Lapid, der sich im September in New York mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan traf, dem ersten Treffen zwischen den Staats- und Regierungschefs der Länder seit 14 Jahren.

Aber Erdogans Beziehungen zu Israel unter Netanjahu waren besonders frostig, insbesondere wegen wiederkehrender Kriege gegen Gazas militante Hamas-Herrscher und den Flottille-Angriff des israelischen Militärs auf Gaza im Jahr 2010, ebenfalls während Netanjahus Herrschaft.

Erdogan hatte Bereitschaft zu wärmeren Beziehungen gezeigt, seit Netanjahu letztes Jahr nach 12 aufeinanderfolgenden Jahren an der Macht gestürzt wurde. Die Erklärung vom Donnerstag signalisierte, dass sich die Beziehungen unter Netanjahu weiter verbessern könnten.

Netanjahus Büro sagte, sie hätten am Donnerstag in einem Telefonat zwischen den beiden Führern versprochen, zusammenzuarbeiten und neu anzufangen. Netanyahu ist dabei, nach den nationalen Wahlen Anfang dieses Monats zu versuchen, eine Regierung zu bilden.

„Die beiden Führer vereinbarten, zusammenzuarbeiten, um eine neue Ära in den Beziehungen zwischen der Türkei und Israel einzuleiten“, heißt es in einer Erklärung von Netanjahus Büro.

Aus Erdogans Büro gab es zunächst keine Stellungnahme.

Über Jahre angespannter Beziehungen hinweg war Erdogan ein ausgesprochener Kritiker der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern. Israel wiederum hat Einwände gegen die Umarmung der Hamas durch die Türkei erhoben.

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Die einst engen regionalen Verbündeten zogen ihre jeweiligen Botschafter im Jahr 2010 ab, nachdem israelische Streitkräfte eine Flottille in Richtung Gaza gestürmt hatten, die humanitäre Hilfe für Palästinenser transportierte und eine israelische Blockade durchbrach. Der Vorfall führte zum Tod von neun türkischen Aktivisten.

Aber nach dem Staatsbesuch des israelischen Präsidenten Isaac Herzog in der Türkei im März und anderen Anzeichen eines Tauwetters einigten sich die beiden Länder darauf, Botschafter auszutauschen. Sie teilen immer noch verschiedene strategische Interessen, einschließlich der Eindämmung des Iran.

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Quelle: ABC News

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