Berlin

Nach Blockade der „letzten Generation“: Der Flughafen BER will das Sicherheitskonzept überprüfen und verbessern

Nach der Aktion von Klimaaktivisten am Hauptstadtflughafen BER in Schönefeld und der Störung des Flugverkehrs ist eine Debatte um die Sicherheit von Flughäfen entbrannt – auch wegen der Terrorgefahr. Nach der Aktion „Last Generation“ will der Flughafen BER sein Sicherheitskonzept überprüfen und verbessern. Das sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft am Freitag dem Tagesspiegel.

Der bisherige Schutz mit dem 28 Kilometer langen Zaun entsprach bislang internationalen Standards. Die Aktion der „Last Generation“-Gruppe mit dem Durchtrennen des Zauns und dem Festkleben an der Landebahn – und damit im Hochsicherheitsbereich – habe nun eine neue Qualität, sagte der Sprecher.

„Wir denken darüber gemeinsam mit der Polizei nach, die auch die Aufgabe hat, die Flugbetriebsflächen zu sichern“, präzisierte der Sprecher. Sollte es eine Möglichkeit geben, den Zaun um das Firmengelände noch stabiler zu machen, „dann machen wir das natürlich“.

Die Aktionen der Klimademonstranten seien „hochgefährlich und risikoreich“. Es gibt auch elektronische Sicherheitsmaßnahmen für den Zaun. Allerdings müssten sie auch so eingestellt werden, dass nicht bei jedem Wildschwein am Zaun Alarm geschlagen wird.

In der Bundesrepublik müssen Flughafengebäude, Flugzeuge und alle wichtigen Einrichtungen durch Alarmanlagen, Videoüberwachung, Zäune, Beleuchtung und Bewegungsmelder geschützt werden. Es gibt auch regelmäßige Streifen.

Nach dem Luftsicherheitsgesetz sind Flughafenbetreiber verpflichtet, den Flughafenbetrieb vor Angriffen auf die Luftverkehrssicherheit zu schützen. Sie müssen „die luftseitigen Bereiche gegen unbefugten Zutritt“ sichern. Sicherheitsbereiche oder sensible Teile der Sicherheitsbereiche dürfen nur „hierzu besonders befugten Personen“ gestattet werden.

  • BER: Neuigkeiten rund um den Berliner Flughafen

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