Steglitz-Zehlendorf

MUSIKFESTIVAL „Musik im Exil“ vom 20. bis 22. August 2021 in der Schwartzschen Villa

MUSIKFESTIVAL „Musik im Exil“ vom 20. bis 22. August 2021 in der Schwartzschen Villa

Pressemitteilung vom 29.07.2021

„Musik im Exil“


Bildvergrößerung: Musik im Exil

Bild: Fb Kultur Steglitz-Zehlendorf

Exil ist eine Flucht vor unerträglich gewordener Not, sei es Vertreibung, Völkermord oder politische Verfolgung. Doch in den allermeisten Fällen tauschen die Menschen ihr Bedürfnis nur gegen das nächstkleinere – Sprachbarrieren, finanzielle Sorgen, bürokratische Hürden, Kulturschock.

So erging es vielen Komponisten und Musikern, die im Exil nicht an ihren früheren Ruhm anknüpfen konnten, oder vielversprechenden Talenten, deren Karriere von Anfang an verhindert wurde. Gleichzeitig waren sie aber oft eine enorme Bereicherung für die Kulturen ihrer Exilländer und prägten die Kulturszene sowie spätere Musiker- und Komponistengenerationen nachhaltig.

„Music in Exile“ erinnert an einige dieser fast in Vergessenheit geratenen Komponisten und zeigt auch, wie wertvoll sie für ihre neuen Exilländer geworden sind.

Programm am 20.08.2021

Das Festival beginnt am Freitag, 20. August. mit einem Vortrag des Musikwissenschaftlers Dr. Hartmut Fladt (Udk) zum Einfluss deutschsprachiger Komponisten auf die Filmmusik Hollywoodswo sie nicht nur Klassiker untermalten, sondern auch die Kompositionstechniken bis heute prägten.

Damit geht es weiter BeBuSieBra Quartett, mit Werken von Hanns Eisler, Bohuslav Martinu und Ursula Mamlokdie aus unterschiedlichen Kulturen sowie unterschiedlichen Generationen stammen, aber dennoch von Ihrer Exilerfahrung geprägt wurden.

Programm am 21.08.2021

Am Samstag, 21. August gibt es dann einen Auftritt von Begegnungschor eVdas sich vom Rest des Programms dadurch unterscheidet, dass es sich nicht um eine geschlossene Vergangenheit handelt, sondern um die Heute im Exil Musik machen wollen Regie: Sänger und Musiker aus aller Welt, von denen viele nach Deutschland geflohen sind, kommen zusammen, um gemeinsam Lieder aus ihrer alten und neuen Heimat zu singen.

Dann präsentieren Christoph Enzel (Altsaxophon) und Holger Groschopp (Klavier) ein Programm über Edvard Moritz, einer jener Komponisten, die ohne die unermüdliche Arbeit einiger engagierter Musiker heute in Vergessenheit geraten wären. Außerdem werden Stücke von Erwin Schulhoff, Paul Dessau und Simon Laks gespielt.

Programm am 22.08.2021

Sonntag (22. August) beginnt mit a Klavierprogramm von Elzbieta Sternlicht. Es behandelt einen besonders interessanten und vernachlässigten Aspekt der Exilmusik: Klaus Pringsheim und Alexander Tscherepnin sind zwei von zahlreichen Komponisten, die nach Japan, das im Zweiten Weltkrieg eigentlich mit Deutschland verbündet war, geflohen sind und dort Professuren oder andere Lehrtätigkeiten erhielten. Es werden Werke von ihnen sowie von ihren Schülern Yasuji Kiyose und Hayasaka Fumio aufgeführt. Auf dem Programm stehen außerdem Klavierstücke von Boris Blacher, Josef Kochler, Abel Ehrlich und György Ligeti.

Den Abschluss des Festivals bilden Vladimir Stoupel (Klavier) und Judith Ingolfsson (Violine). Stoupel ist einer der international anerkanntesten Interpreten der Musik von Karol Rathaus, einer jener Musiker, die die Geschichte fast vergessen haben und die erst seit kurzem wieder Anerkennung finden. Er wird Sonate Nr. 3 für Klavier und Sonate Nr. 1 für Violine und Klavier sowie Artur Schnabels Sonate für Violine Solo aufführen.

Das Programm im Detail mit Zeiten und Informationen zur Anmeldung finden Sie unter:

https://www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/auf-einen-blick/kultur/schwartzsche-villa/musik-im-exil-1095645.php

Eintritt frei.

Gesprächspartner:

Robin Jennes, Kulturreferat Steglitz Zehlendorf
Tel.: 030 90 299 2214

Email: robin.jennes@kultur-steglitz-zehlendorf.de

    .

Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"

Adblock erkannt!

Adblocker speichern und verwenden Ihre personenbezogenen Daten und verkaufen diese u.U. an Dritte weiter. Schalten Sie in Ihrem und unserem Interesse den Adblocker aus. Keine Angst, wir verwenden keine Popups oder Umleitungen. Ein paar kleine, unauffällige Banner finanzieren uns einen Kaffee. Sonst gibt's hier keine Werbung.