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Monsunregen tötet in Pakistan in weniger als einem Monat 150 Menschen

KARACHI, Pakistan – Monsunregen im vergangenen Monat haben mindestens 150 Menschen getötet, während Regengüsse Pakistan weiterhin peitschen und Sturzfluten in einigen Teilen des Landes auslösen, sagten Regierungsbeamte am Montag.

Die National Disaster Management Authority sagte, dass bisher 91 Frauen und Kinder unter den Toten seien. Der Monsunregen beschädigte auch Häuser, Straßen, fünf Brücken und Kraftwerke im ganzen Land. Seit dem 14. Juni seien außerdem mindestens 163 Menschen bei regenbedingten Zwischenfällen verletzt worden, hieß es in einer Erklärung. Starke Regenfälle und Sturzfluten beschädigten landesweit mehr als 1.000 Häuser ganz oder teilweise.

Besonders schlimm war die Situation in der großen südlichen Hafenstadt Karatschi, der größten des Landes, wo am Montag ganze Stadtteile unter Wasser blieben. Pendler saßen stellenweise fest oder versuchten, zu Fuß oder auf Fahrrädern durch knietiefes Wasser zu waten. Einige Bewohner arrangierten Boote, um sie an sicherere Orte zu bringen.

„Im Moment ist die Situation so, dass wir mit dem Boot reisen müssen und nicht mit Fahrzeugen, da die Straßen überflutet sind“, sagte ein Bewohner, Abdul Raheem.

Andere Bewohner Karatschis sagten, sie seien gezwungen worden, ihre Autos auf überschwemmten Straßen stehen zu lassen und durch hüfthohes Wasser zu gehen. Die Behörden forderten paramilitärische Truppen und die Marine auf, bei den Bemühungen zu helfen, das Wasser aus den überfluteten Straßen abzulassen und die Menschen zu evakuieren.

Der Regen soll zu dieser Jahreszeit fast doppelt so stark sein wie der durchschnittliche Regenguss. Sie begannen Mitte Juni und richteten zunächst Chaos in der südwestlichen Provinz Belutschistan an, wo bisher 65 Menschen starben.

In der Provinz Sindh, deren Hauptstadt Karatschi ist, starben nach Angaben der Katastrophenbehörde mindestens 26 Menschen. Starker Regen traf auch Islamabad und die östliche Provinz Punjab und tötete seit letztem Monat mindestens 23 Menschen.

Die Behörden liefern Zelte, Lebensmittel und andere lebenswichtige Güter an Hunderte von Regenfällen im Norden und Südwesten.

Experten sagen, der Klimawandel sei die Ursache für die überdurchschnittlich starken Regengüsse in Pakistan.

Jedes Jahr kämpfen viele Städte in Pakistan mit der jährlichen Monsunflut und ziehen Kritik wegen schlechter Regierungsplanung auf sich. Die Saison dauert von Juli bis September und Experten sagen, dass Regen für die Bewässerung von Pflanzen und das Auffüllen von Dämmen und anderen Wasserreservoirs in Pakistan unerlässlich ist. Teile Südpakistans sind seit Anfang dieses Jahres mit Dürre konfrontiert.

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Der assoziierte Presseautor Munir Ahmed hat zu dieser Geschichte aus Islamabad beigetragen.

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Quelle: ABC News

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