Berlin

Mehr als 400.000 Euro im Jahr: Berlin fordert eine Deckelung der Managergehälter

Angesichts der hohen Sonderzahlungen für Spitzenkräfte in Staatsunternehmen fordert der Bundestagsabgeordnete Pascal Meiser eine Deckelung der Vorstandsvergütung in Aktiengesellschaften. Bei der angekündigten Überprüfung der Vergütung „einschließlich intransparenter Bonussysteme“ dürften Kappungen kein Tabu mehr sein, sagte Meiser am Sonntag dem Tagesspiegel.

Konkret schlug der stellvertretende Vorsitzende der Berliner Linkspartei „eine Grenze des Zehnfachen der niedrigsten Lohnstufe, mindestens aber eine Obergrenze auf Ebene des Regierenden Bürgermeisters“ vor.

Öffentliche Unternehmen müssten in der aktuellen Krise mit gutem Beispiel vorangehen, sagte Meiser. Er fügte hinzu: „Mit einem Gehalt von knapp über 200.000 Euro, wie es derzeit der Regierende Bürgermeister erhält, würde in Zukunft kein Chef einer Aktiengesellschaft angebettelt.“

Grund für den Schritt ist eine von der rot-grün-roten Koalition geplante Evaluierung der Vorstandsgehälter in Staatsunternehmen. Anfang Dezember soll sich der Beteiligungsausschuss des Abgeordnetenhauses im Beisein von Wirtschaftssenator Stephan Schwarz (parteilos, für SPD) und Finanzsenator Daniel Wesener (Grüne) mit dem Vergütungssystem für die Führung von Landesunternehmen befassen.

Zuletzt kritisierte SPD-Wirtschaftsexperte Jörg Strödter die aus seiner Sicht überhöhte und intransparente Vergütung. Stroedter erklärte dem Tagesspiegel: „Die Vergütung der Vorstände der staatseigenen Unternehmen ist teilweise völlig aus dem Ruder gelaufen.“

Tatsächlich offenbarte der zuletzt veröffentlichte Beteiligungsbericht des Landes seltene Einblicke in die Gehaltsstruktur von Managern. Angeliki Krisilion, Vorstandsmitglied der Investitionsbank Berlin, verdiente 2021 inklusive aller Boni und sonstigen Zahlungen 445.000 Euro. Stephanie Otto, Geschäftsführerin der BSR, erhielt 426.000 Euro. An dritter Stelle steht der ehemalige Flughafenchef Engelbert Lüdtke Daldrup mit 416.000 Euro.

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