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Lufthansa wird Hunderte Flüge streichen, nachdem die Pilotengewerkschaft einen eintägigen Streik angekündigt hat

BERLIN – Die deutsche Lufthansa sagte, sie müsse am Freitag 800 Flüge stornieren, von denen wahrscheinlich 130.000 Passagiere betroffen seien, nachdem die Pilotengewerkschaft einen eintägigen Streik angekündigt hatte.

Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) teilte am späten Mittwoch mit, dass die Lohnverhandlungen gescheitert seien und die Lufthansa-Piloten am Donnerstag kurz nach Mitternacht einen 24-Stunden-Streik veranstalten würden, der sowohl den Passagier- als auch den Frachtverkehr betreffe.

Lufthansa sagte, Flugausfälle würden die Flughäfen Frankfurt und München betreffen, und fügte hinzu, dass mehrere Flüge auch am Donnerstag gestrichen werden müssten.

VC fordert für seine mehr als 5.000 Piloten in diesem Jahr eine Gehaltserhöhung von 5,5 % und danach eine automatische Inflationskompensation.

Fluggesellschaften führen aktualisierte Richtlinien nach Sommerreisechaos ein

31. August 202201:27

„Wir hoffen, so schnell wie möglich wieder zu den Verhandlungen zurückzukehren“, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Donnerstag. „Allerdings können wir auch die mit den Forderungen von VC verbundenen Kostensteigerungen nicht tragen“, fügte er hinzu.

Streiks und Personalmangel haben Fluggesellschaften wie Lufthansa bereits gezwungen, diesen Sommer Tausende von Flügen zu stornieren, und stundenlange Warteschlangen an großen Flughäfen verursacht, was Urlauber frustriert, die nach den Sperrungen von Covid-19 reisen wollen.

Lufthansa war in diesem Jahr bereits mit Streiks von Sicherheitskräften und Bodenpersonal wegen der Bezahlung konfrontiert.

Die Fluggesellschaft sagte, sie tue alles, um die Auswirkungen des Pilotenstreiks vom Freitag zu minimieren, könne aber in einigen Fällen am Wochenende Annullierungen oder Verspätungen nicht ausschließen.

Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann sagte, der Streik sei nicht nachvollziehbar und verteidigte das „sehr gute und sozial ausgewogene“ Angebot der Airline.

Lufthansa bietet insgesamt 900 Euro mehr Grundgehalt pro Monat in zwei Stufen über eine Laufzeit von 18 Monaten sowie eine Vereinbarung, die Cockpit-Mitarbeitern eine Mindestflottengröße zusichert.

Das Bundeskartellamt untersagte Lufthansa am Donnerstag auch, langfristige Kooperationsverträge mit der Charterfluggesellschaft Condor bis auf weiteres zu beenden, da die nationale Fluggesellschaft Condor am Wettbewerb auf Langstrecken hindere.



Quelle: NBC News

Bild: NBC Contributor

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