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Friedrichshain-Kreuzberg

Kommentar der Bezirksbürgermeisterin zum Frauentag

Pressemitteilung Nr. 54 vom 5. März 2021

Monika Herrmann am diesjährigen Frauentag:

„Der Frauentag ist das dritte Jahr in Folge ein offizieller Feiertag in Berlin. Leider gibt es immer noch wenig zu feiern und es gibt viel, für das wir noch kämpfen müssen – nicht nur am Frauentag, sondern an 365 Tagen im Jahr. Denn im Jahr 2021 wird es unzählige Missstände und Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern geben.

In Deutschland verdienen Frauen nach wie vor deutlich weniger als Männer und haben mit geringerer Wahrscheinlichkeit Führungspositionen inne, obwohl sie in der Regel mindestens genauso gut qualifiziert sind. Sie sind daher vor allem im Alter eher von Armut betroffen. Im Gegenzug erledigen sie den größten Teil der unbezahlten Betreuungsarbeit, dh sie übernehmen die Kinderbetreuung, die Hausarbeit und die Betreuung älterer Verwandter. Sie sind in Parlamenten und politischen Ämtern unterrepräsentiert, und dementsprechend wird ihren Ansichten und Bedenken in Programmen, Projekten und Gesetzen weniger Aufmerksamkeit geschenkt.
Darüber hinaus sind Frauen weiterhin Opfer häuslicher Gewalt durch ihren Partner, auch in Berlin. Nach Angaben der Polizei stieg die Zahl der Fälle im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr von 13.700 auf 14.051. Die Zunahme häuslicher Gewalt ist jedoch nur eine Folge der Pandemie, von der Frauen besonders betroffen sind.

Corona ist ein weiterer Katalysator für viele der bestehenden Probleme. Die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen wirken sich insbesondere auf Frauen negativ aus. Die Frauen kümmern sich in der Regel zusätzlich um die Kinder, die während der Sperrung keine Kindertagesstätte und keine Schule besuchen können. Viele Angestellte und Selbstständige wie Friseure, Kosmetikerinnen und Kellnerinnen konnten in den letzten Monaten aufgrund der notwendigen Schließungen nicht arbeiten und fürchten daher um ihren wirtschaftlichen Lebensunterhalt. Andererseits arbeiten hauptsächlich Frauen in systemrelevanten Berufen, in Schulen, Kindertagesstätten, Pflegeheimen oder an Supermarktkassen – und sind dort einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt.

Ich möchte jedoch besonders auf die Situation der Frauen in Bewegung achten. Aufgrund ihres Geschlechts sind sie besonders anfällig für diese allgemein gefährlichen Lebensbedingungen. Um dem Krieg oder der Unterdrückung in ihrer Heimat zu entkommen, begeben sie sich auf eine riskante Reise, auf der die Gefahr besteht, Opfer sexueller Gewalt und Ausbeutung zu werden.

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Nicht nur am Frauentag sollten wir uns überall, in Friedrichshain-Kreuzberg und im Rest der Welt, solidarisch für die Rechte und die Gleichstellung der Frauen einsetzen. Es gibt noch so viel zu tun! „“

Kontaktpersonen
Sara Lühmann
Pressesprecher
Telefon: (030) 90298-2843

Dominik Krejsa
Pressestelle für Mitarbeiter
Telefon: (030) 90298-2418

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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