Marzahn-Hellersdorf

Jüdischer Garten im "Gärten der Welt" geöffnet

Jüdischer Garten in den “Gärten der Welt” eröffnet


Eröffnung des Jüdischen Gartens in den 'Gärten der Welt' - Durchtrennen des blauen Bandes

Bild: BA Marzahn-Hellersdorf

Pressemitteilung vom 20. Oktober 2021

Bei der Dienstag, 19. Oktober 2021, ca. 16 Uhr eröffnete nach zweijähriger Bauzeit den weltweit ersten jüdischen Garten in einem Park in den „Gärten der Welt“. Damit ist die dritte monotheistische Weltreligion nach Christentum und Islam mit einem Garten vertreten, der Impulse für die eigene Auseinandersetzung mit Judentum, jüdischer Kultur und jüdischer Tradition geben soll. Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, bezeichnete den Garten als „einzigartigen Raum der Begegnung, des Austauschs und der Verständigung“.
Landrätin Juliane Witt, derzeit kommissarische Leiterin des Landratsamtes Marzahn-Hellersdorf: „Die Gärten der Welt in unserem Landkreis sind ein sichtbarer und erlebbarer Ort für Integration, für Miteinander, Respekt und Vielfalt. Alle Gärten sind Botschafter der Regionen und Länder. Aber der Jüdische Garten ist mehr als das. Es ist keine Visitenkarte eines fernen Landes, sondern Ausdruck dafür, dass jüdisches Leben, jüdische Kultur, Alltag in Berlin und Deutschland. Ich wünsche mir, dass wir uns jeden Tag darauf verlassen können, dass wir Respekt und Interesse füreinander entwickeln, dass wir Zeit haben und uns diese Zeit nehmen. Mögen viele Menschen den Garten genießen und ihn als Gelegenheit nutzen, sich mit jüdischer Kunst und jüdischem Leben auseinanderzusetzen. ”

Auf 2.000 Quadratmetern knüpft der Jüdische Garten an das Naturverständnis des Judentums an. In seinem Entwurf trägt er insbesondere der Tatsache Rechnung, dass in der Diaspora oft ein kleiner Fleck Erde ausreichen musste, auf dem Nutz- und Zierpflanzen sowie Pflanzen für den zeremoniellen Gebrauch angebaut wurden. Im Jüdischen Garten gedeihen daher Pflanzen, die zur Geschichte und Kultur jüdischen Lebens gehören. So gehören die ausgewählten Pflanzenarten Weizen, Wein und Feigen zu den „sieben Arten“ der hebräischen Bibel, die das Volk Israel im Gelobten Land vorfand.

Der Jüdische Garten bietet zudem einen noch vielfältigeren Zugang zum Judentum, indem er durch die Pflanzenauswahl auf Werke jüdischer Autoren aufmerksam macht. Das so entstandene Wegenetz steht für die Verflechtung der jüdischen Kultur und ihrer internationalen Verbindungen. Zwei vom Künstler Manfred Pernice gestaltete skulpturale Pavillons dienen als Treffpunkt an zwei Treffpunkten und laden zum Verweilen ein.

Initiator für den Bau des Jüdischen Gartens war die Allianz Umweltstiftung, die 2005 den Bau des Orientalischen Gartens und 2011 den Bau des Christlichen Gartens in den Gärten der Welt unterstützte Garten belaufen sich auf rund 2 Millionen Euro. Das Projekt wurde aus Mitteln der Axel Springer Stiftung, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Allianz Umweltstiftung finanziert.

Bei der Sonntag, 24. Oktober 2021, Die Pflanzen im Jüdischen Garten stehen im Mittelpunkt zweier kostenloser interaktiver Führungen. Die Gäste sind eingeladen, die Pflanzen mit allen Sinnen wahrzunehmen, sich mit jüdischer Umweltethik, jüdischer Literatur und jüdischen Traditionen, vor allem aber mit der Geschichte der deutsch-jüdischen Beziehungen auseinanderzusetzen. Finden Sie die 90-minütigen Führungen um 10:30 Uhr und um 14:00 Uhr Anstatt von. Interessierte können sich online anmelden.

Eröffnung des Jüdischen Gartens in den “Gärten der Welt”

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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