Treptow-Köpenick

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November 2021

Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November 2021

Pressemitteilung vom 17.11.2021

“Gewalt gegen Frauen ist eine Verletzung der Menschenrechte.”

Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ist ein Gedenk- und Aktionstag, der jährlich am 25. November stattfindet, um Diskriminierung und Gewalt in jeder Form gegen Frauen zu bekämpfen. Seit dem 25. November 1981 fordern Kampagnen, Veranstaltungen und Konferenzen von Frauenprojekten und -initiativen, aber auch des Staates, ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Viele Frauen erleben täglich, wie Gewalt einen großen Teil ihres Lebens bestimmt. Egal woher sie kommen, wo sie leben, wie alt sie sind oder welchen sozialen Status sie haben. Egal ob am Arbeitsplatz, im öffentlichen Raum oder zu Hause – viele Frauen sind täglich Gewalt ausgesetzt. Häusliche Gewalt ist die häufigste Verletzungsursache bei Frauen. Das Risiko, von einem Beziehungspartner Gewalt zu erfahren, ist viel höher als von einem Fremden angegriffen zu werden. Der Anteil weiblicher Opfer von Partnergewalt in Berlin liegt bei rund 73 %. Die Tendenz ist steigend, nicht zuletzt aufgrund einer Pandemie. In Berlin mussten zusätzliche Notunterkünfte geschaffen werden, da die bereits voll belegten Frauenhäuser mit noch höheren Anforderungen und Hygienevorschriften nicht mehr ausreichten. In anderen Bundesländern ist die Situation ähnlich.

Gewalt gegen Frauen ist eine Verletzung der Menschenrechte!

Jede Frau hat das Recht auf ein Leben ohne Gewalt. Umso wichtiger ist es, eine Öffentlichkeit für das Thema zu schaffen und mit Aktionen und Events nachhaltig aufzuklären. Gewalt ist grundsätzlich inakzeptabel und auch Gewalt gegen Frauen ist kein privates Problem. Sensibilisierung ist in allen Lebensbereichen erforderlich.
Daher wird anlässlich des Internationalen Anti-Gewalt-Tages am 25. November 2021 offen und direkt auf die Diskriminierung von Frauen durch Gewalt aufmerksam gemacht.

Seit dem 1. Februar 2018 ist die sogenannte Istanbul-Konvention in Kraft getreten und in nationales Recht übernommen. Die Istanbul-Konvention ist eine europäische Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.
Die Istanbul-Konvention erkennt an, dass Gewalt gegen Frauen Ausdruck historisch ungleicher Machtverhältnisse zwischen Frauen und Männern ist. Gewalt gegen Frauen im Zusammenhang mit Sorgerecht, Trennungssituationen, Besuchsrechten und Sicherheit wird in Artikel 31 der Istanbul-Konvention berücksichtigt.
Gewalttaten sollten bei der Entscheidung über das gemeinsame Besuchsrecht und das Sorgerecht für Kinder berücksichtigt werden.

Am Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen finden auch in diesem Jahr wieder mehrere statt Veranstaltungen und Aktionen im Bezirk statt. Am 25.

1. Im Kino „Spreehöfe“ gibt es um 15:00 Uhr eine Kinovorstellung. Gezeigt wird der Film „Una Primavera“ – ein Film über Trennung, einen Neuanfang und die damit verbundenen Wünsche, Hoffnungen und Grenzen.

2. Daran schließt sich ein Workshop mit Polizeischauspielern im Frauentreff an der Wuhlheide, Rathenaustraße 40, 12459 Berlin um 18:00 Uhr an. Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen: Wie gehe ich damit um, wenn ich eine Frau sehe * geschlagen werden. Was mache ich, wenn ich Zeuge häuslicher Gewalt geworden bin?

3. Darüber hinaus findet um 19:00 Uhr im Kulturzentrum „Novilla“, Hasselwerder Straße 22, 12439 Berlin, eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft statt.

Weitere Details zu den Veranstaltungen finden Sie auf der Website der Gleichstellungsbeauftragten unter: https://www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/politik-und-verwaltung/beauftragte/gleichstellung/-aktuelles/artikel.1038231.php#gewalt

Opfer häuslicher Gewalt können bei der Berliner Beratungsstelle schnell Hilfe bekommen GROSSHOTLINE: 030-6110300 und die bundesweite Helpline: 08000116016. Frauenhäuser und Frauenhäuser in Berlin sind Wege, der Gewalt zu entkommen. Es gibt auch Beratungsstellen für von Gewalt betroffene Frauen. In Treptow-Köpenick ist dies die Frauenberatung in der Rathenaustraße 40, 12459 Berlin. Frauen erreichen sie telefonisch unter 01624916545 oder per E-Mail unter Frauenberatung-tk@stiftung-spi.de abbiegen Richtung.
Eine weitere wichtige Adresse für betroffene Frauen ist die Gewaltschutzambulanz an der Charité, Turmstraße 21 / Haus N in 10559 Berlin. Dort können sich die Frauen direkt wenden oder selbst einen Besuchstermin vereinbaren.

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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