Friedrichshain-Kreuzberg

Informationen für die Berliner Schulen und Jugend- und Freizeiteinrichtungen zu Zwangsverheiratungen in den Sommerferien

Der Berliner Arbeitskreis gegen Zwangsverheiratung, der von der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg koordiniert wird, möchte mit der Aktion im Vorfeld der Sommerferien Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen für das Thema Zwangsverheiratung während der Ferien sensibilisieren. Dafür hat der Arbeitskreis eine Reihe von Informationen erarbeitet. Dazu zählen Handlungs- und Interventionsmöglichkeiten, zahlreiche Hilfe- und Beratungsangebote, eine Übersicht über Zufluchts- und Kriseneinrichtungen sowie die Handlungsempfehlung für die Berliner Jugendämter „Intervention bei Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen in traditionell-patriarchalen Familien“ und einen aktualisierten Flyer gegen Zwangsverheiratung. „Zwangsverheiratung ist eine Menschenrechtsverletzung, die es mit allen Mitteln entschieden zu bekämpfen gilt. Es ist wichtig, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und pädagogische Mitarbeiter*innen in den
Jugendfreizeiteinrichtungen für das Thema zu sensibilisieren, damit sie entsprechend handeln und helfen können.“, erklärt Bezirksbürgermeisterin Clara Herrmann.

Seit 2011 ist die Zwangsverheiratung ein Straftatbestand. Nach einer vom Berliner Arbeitskreis gegen Zwangsverheiratung durchgeführten Studie in Berlin für den Befragungszeitraum 2017 waren ein Drittel der Betroffenen minderjährig und somit im schulpflichtigen Alter. Über 87 Prozent der Zwangsverheiratungen finden im Ausland statt, größtenteils während der Ferien.

Ansprechpartnerin
Petra Koch-Knöbel
Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Telefon: (030) 90298-4111/4109
Mail: petra.koch-knoebel@ba-fk.berlin.de

Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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