Berlin

In Schlappen durch den Herbst: die Spezies der Sommerspieler

Herbstferien auf Mallorca. Eine tolle Gelegenheit, die Modeerscheinungen deutscher Touristen zu analysieren. Zugegeben, heiß war es in diesen Tagen auf den Balearen, mit fast 30 Grad war es sommerlich – tagsüber.

Natürlich sanken mit der Dämmerung auch die Temperaturen, aber die Urlauber zogen trotzdem ihre Hüllen ab. An den Strandpromenaden und in den Cafés und Restaurants ging der Sommer trotzig weiter. Bei kuscheligen 17 Grad im meerfeuchten Halbdunkel gab es jede Menge Flip-Flops, Shorts und knappe Shirts zu bestaunen. Spielen bei heißem Wetter war an der Tagesordnung, obwohl die Einheimischen abends lange Hosen und Jacken trugen.

Die Spezies der „Sommerspieler“ ist ein nordeuropäisches Phänomen, denn die Sehnsucht nach gutem Wetter entsprach im Norden oft nicht der Realität. Dies ändert sich jedoch mit dem Klimawandel, der Sommer wird immer länger und der Herbst windet und ändert sich wo immer möglich. Einziger netter Nebeneffekt ist, dass man in der Mitte alle Bekleidungstypen komplett zu sehen bekommt.

Das wechselhafte Wetter ist kein Problem für die Deutsche Flip-Flop-Liga, aber es ist ein Problem für die Gruppe von gestern. Das ist auch in Berlin zu beobachten: Ihre Kleiderordnung richtet sich nach dem Wetter des Vortages.

Wenn man die Temperaturen einfach ignoriert…

Wer abends Regen und Kälte mit einer Daunenjacke getrotzt hat, verlässt am nächsten Morgen bei strahlendem Sonnenschein gut eingepackt das Haus und darf – wenn es zur Arbeit geht – schwitzend durch den Tag gehen.

Auf Mallorca wird es übrigens für die Sommerspieler immer enger, die Saison endet dort dieser Tage in den Ferienorten und mit Flip-Flops durch die überfüllten Einkaufsstraßen der Großstadt Palma, das macht weniger Spaß. Kleiner Trost: Die Shorts können Anfang März wieder ausgepackt werden, dann beginnt die Saison auf der Baleareninsel. Aber wer weiß, viele Menschen hierzulande werden schon im Sommer trainiert haben, wenn es wieder keinen Winter gibt.

Hoffen wir trotzdem, dass es jetzt definitiv Herbst ist und wir endlich wieder wissen, was wir anziehen sollen. Ansonsten heißt es: Übergangsjacke? Keine Jacke? Wollpullover? Daunenjacke? Oder T-Shirt? Zum Trost: Niemand spielt gerne Herbst.

Siehe auch  Diesel und Strom als Kostenfresser: So wollen die Berliner Verkehrsbetriebe Energie sparen

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