Tempelhof-Schöneberg

Heidefriedhof als Teil des "Immaterielles Kulturerbe"

Heidefriedhof als Teil des “Immateriellen Kulturerbes”


Eine Gedenktafel an einer Wand mit der Aufschrift "Intangible Heritage Cemetery Culture"

Bild: Lutz Rademacher

Pressemitteilung Nr. 373 vom 29. Oktober 2021

Friedhofskultur in Tempelhof-Schöneberg

Der Heidefriedhof in Mariendorf steht nun im Zeichen des „Immaterielles Kulturerbe Friedhofskultur“.

In den letzten Tagen hat die Friedhofsverwaltung am Haupteingang des Heidefriedhofs in der Reißeckstraße ein entsprechendes Schild aufgestellt, um auf die vielschichtige Bedeutung der Friedhofskultur für unsere Stadt aufmerksam zu machen. Tempelhof-Schöneberg ist mit dem Heidefriedhof Teil eines bundesweiten Netzwerks von 150 Städten und einer der wenigen Friedhöfe Berlins, der mittlerweile als „immaterielles Kulturerbe“ ausgezeichnet wurde.

Der Gründer des Tisches, Lutz Rademacher, erklärt:

Nicht die Friedhöfe selbst wurden zum immateriellen Kulturerbe erklärt, sondern die Friedhofskultur, also alles, was Menschen auf dem Friedhof tun.

Dazu gehören Trauern, Erinnern und Ehren sowie Gestalten, Erhalten und Entwickeln. Der ehemalige Besitzer der Friedhofsgärtnerei am Haupteingang des Heidefriedhofs engagiert sich auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben für die Belange der Friedhöfe in unserer Stadt.

Rademacher:

Der Friedhof ist vor allem auch ein Ort der Lebenden, der weit über die persönlichen Trauerrituale hinaus eine identitätsstiftende Bedeutung für unsere Gesellschaft hat.

Hervorzuheben ist beispielsweise die historische Dimension der Denkmäler. Der Friedhofskulturraum bildet zudem den größten Skulpturenpark unserer Stadt und ist darüber hinaus ein Inspirationsraum für viele Kunstformen.

Friedhöfe haben auch eine soziale Funktion: Sie sind Treffpunkte für Angehörige, die hier mit Menschen in Kontakt kommen können, da ähnliche Erfahrungen oft das Verständnis und das Verständnis für und mit anderen fördern. Auf diese Weise wirken Sie auch der sozialen Isolation der Hinterbliebenen entgegen. Nicht zuletzt zeigt sich dieser Kulturraum als Ort der Integration und des Friedens über kulturelle und religiöse Unterschiede hinweg.

Christiane Heiss, Bezirksstadtrat für Bürgerdienste, Ordnungsamt und Straßen- und Grünflächenamt:

Unsere Friedhöfe sind auch Orte, die eine wichtige Rolle für Biodiversität und Stadtnatur spielen. Sie sind Teil der grünen Lunge unserer Stadt und bieten Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.

Grundvoraussetzung für die Ausweisung der Friedhofskultur in Deutschland als immaterielles Kulturerbe war die UNESCO „Die Vitalität des kulturellen Ausdrucks“. Es geht nicht darum, unsere Friedhöfe zu mumifizieren, sondern um deren zeitgemäße Weiterentwicklung. Auch in Zukunft werden wir Bestattungsformen anbieten, die den Wünschen der Menschen am besten entsprechen, wie zum Beispiel natürlich gestaltete oder pflegeleichte oder wartungsfreie Grabformen.

Initiiert wurde die Verleihung des Heidefriedhofs durch das „Kuratorium Immaterielles Erbe Friedhofskultur“, das sich für die Pflege und Weiterentwicklung dieses Kulturerbes einsetzt. Auf der Website des „Kuratoriums Intangible Heritage Cemetery Culture“ gibt es umfangreiche Informationen zur Friedhofskultur in Deutschland.

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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