Marzahn-Hellersdorf

Gut besuchtes Nachbarschaftsfest lockt die Leute aus den Sesseln

Am Samstag, 21. Mai 2022, fand das Nachbarschaftsfest vor dem Freizeitforum Marzahn statt. Die gut besuchte Veranstaltung drohte zunächst ins sprichwörtliche Wasser zu fallen. Starke Regenschauer sorgten für reges Treiben an den Ständen der Institutionen, Parteien und des Bewegungsnetzwerks, als die Displays zum Schutz vor den teils stürmischen Regengüssen mit Folie abgedeckt wurden, um Minuten später bei bestem Sonnenschein wieder freigelegt zu werden. Eröffnet wurde die Veranstaltung unter anderem von der Sprecherin des Bündnisses für Demokratie und Toleranz, Henny Engels. Während das Musik- und Tanzprogramm im Gange ist, hat das Movement Network die exklusive Gelegenheit, einige Stimmen aus dem Bezirk einzufangen, um Meinungen über Bewegung zu sammeln.

Durch Bewegung leicht voneinander lernen

Bewegung und Demokratie sind für Henny Engels, Sprecherin des Bündnisses für Demokratie und Toleranz, gedanklich in erster Linie verwandt. „Zusammenziehen ist eine nonverbale Art der Kommunikation, ohne die Sprache des anderen besonders gut zu beherrschen“, sagt sie, und „es ist einfach, voneinander zu lernen.“ Für das Bündnis will sie, dass der Stadtteil weltoffen und bunt bleibt. Unterstrichen wird dies mit regelmäßigen Aktionen, wie dem heutigen Nachbarschaftsfest, dem Fest „Besser wohnen ohne Nazis“ im September auf dem Alice-Salomon-Platz und dem „Feurigen Advent“ im Freizeitforum im Dezember.

„Nur Spielplätze reichen nicht aus, für jedes Alter muss gesorgt sein“
Petra Pau, MdB, Mitglied und Vorsitzende des Innenausschusses und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, ist seit vielen Jahren eine bekannte Politikerin in Marzahn-Hellersdorf. Ihre „Pro-Themen“ sind Bürgerrechte und Demokratie, ihre „Kontra-Themen“ Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Sie beschäftigen sich auch mit Bewegungsfragen. In ihrer Freizeit treibt sie gerne Sport, „wenn sie beim Nordic Walking die Wuhle vermisst“, sagt sie schmunzelnd, „von oben bis unten“. Erwachsene in unterschiedlichen Lebenswelten sollten ihrer Meinung nach mehr Bewegungsangebote erhalten, wie sie bereits unterhalb des Kienbergs vorhanden sind, ohne sich erst in einem Verein engagieren zu müssen. „Es reicht nicht nur für Spielplätze, es muss für jedes Alter etwas dabei sein“, sagt sie.

Ein Kombibad ist ein Muss!

„Die Zusammenarbeit im Bündnis für Demokratie und Toleranz in Marzahn-Hellersdorf und seinen angeschlossenen lokalen Akteuren ist der Schlüssel, um die Menschen für Bewegung und Gesundheit in Marzahn-Hellersdorf zu erreichen“, sagt Jan Lehmann, Vorsitzender des Kreissportbundes Marzahn-Hellersdorf. Niedrigschwellige Bewegungsangebote anzubieten, ist trotz haushaltspolitischer und haushaltspolitischer Einschränkungen wichtig, Schulen und Institutionen einzubeziehen. Das heutige Festival, die Frauensporthalle, der einfache Zugang zu Clubs ermöglichen es den Menschen, zusammenzukommen. Das beweist, dass es in Marzahn-Hellersdorf viel zu erleben gibt. Lehmann möchte in der Nähe der Gärten der Welt ein Kombibad bauen. „In der Vorstellung ist es schon fertig, eigentlich schwimmen wir schon drin. Uns fehlt das Gutachten zur Ökologie, das Geld zum Bauen und wer soll es betreiben“, sagt er. Das Freibad wird benötigt, weil Marzahn-Hellersdorf laut Lehmann der einzige Bezirk ohne Freibad ist.

Wir wollen die Leute aus ihren Sesseln locken!

„Der von der Frauensporthalle organisierte Sportswear-Flohmarkt ist gut angelaufen. 150 Euro sind bereits (zwei Stunden vor Festivalende, Anm. d. Red.) für einen guten Zweck zusammengekommen“, sagt Yvonne Blankenforth, Geschäftsführerin der Fit and Fun Marzahn eV. Für die Zukunft wünscht sich Blankenforth ein weiteres erfolgreiches Bewegungsnetzwerk.“ Bärbel Rostalski, Trainerin in der Frauensporthalle, ergänzt: „Wir haben viele Menschen erreicht und sind bekannter geworden. Wir wollen die Leute aus ihren Sesseln locken!“

Mehr Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort hilft

Swantje Ritter, Bezirkskoordinatorin für Marzahn-Mitte, organisiert das Nachbarschaftsfest seit vielen Jahren mit. „Die Menschen kümmern sich um die Gesundheit. Sie wollen sich leicht bewegen können, mit kurzen Wegen“, sagt sie. Wenn es möglich wäre, wünschte sie sich ein Vorortbüro in der Einkaufspassage am Victor-Klemperer-Platz, um sich besser mit ihnen auszutauschen Einheimische.

Sportfesttour durch die Kieze

Chantal Münster (Bündnis 90 / Die Grünen), stellvertretende Leiterin des BVV findet, dass Sport und Vereine eine gute Schnittstelle zwischen Bewegung und Demokratie bilden. „Sport vermittelt Werte, ist ein faires Miteinander auf Augenhöhe, das ist der Grundgedanke für ein demokratisches Miteinander“, sagt Münster. „Eine Sportfest-Tour durch den Stadtteil wäre toll“, schlägt sie vor, „besonders in den Kiezen, in denen die Menschen bisher nicht erreicht werden.“

Es werden mehr Outdoor-Sportgeräte benötigt

„Die Bedürfnisse der Generationen müssen abgefragt werden“, sagt Justyna Gecko, sportpolitische Sprecherin des BAG FDP-Fraktion. Kinder, Jugendliche und Erwachsene müssen individuell betrachtet werden, auch Senioren haben unterschiedliche Bedürfnisse. „Generell sollte viel draußen stattfinden, da wären Fitnessstudios gut“, sagt Grecko. Sie stammt ursprünglich aus Frankfurt am Main. Es gibt große Parks mit Sportgeräten und Schildern für deren Betrieb. Das würde ihr hier auch gefallen.

Spielplätze für Kinder besser ausstatten, auch für Mütter und Eltern

Anja Molnar, Fraktionsvorsitzende FDP in dem BVVSie findet es wichtig, dass Nachbarn sich treffen und austauschen. Menschen laufen viel zu oft aneinander vorbei. Auch die Spielplätze für Kinder sollten besser ausgestattet werden, damit Mütter und Eltern sich bewegen können. „Diese „Erwachsenensportgeräte“ oder eine Tischtennisplatte sind toll. Besser als jeder in der Siedlung, der das berühmte Trampolin aufstellt“, sagt Molnar. Auch die Geh- und Radwege sind ihrer Meinung nach sehr desolat. Mit Kinderwagen oder Rollator wird es in Marzahn-Hellersdorf schwierig.

Julia Sophie Grabert, Mitarbeiterin des Freiwilligenwerks Marzahn-Hellersdorf, hat bereits bei aktiven Spaziergängen tolle Erfahrungen mit dem Bewegungsnetzwerk gemacht. Orte für soziale Initiativen kann es ihrer Meinung nach nie genug geben, vor allem Tage der offenen Tür, wo sich alle treffen können.

„Es kommt Bewegung ins Quartier“ ist das mit EU-, Bundes- und Landesmitteln der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin für den Zeitraum vom 01.01.2020 bis 30.06.2020 aufgelegte Verbundfondsprojekt , 2022. fortgesetzt bis 30.06.2023. Die Entwicklung und Umsetzung einer gesundheitsfördernden Strategie zum Querschnittsthema Sport und Bewegung im Handlungsraum Marzahn Nord/Hellersdorf Nord und deren Einbindung in die Gesundheitsstrategie des Bezirks ist eines der Ziele. Weitere Informationen unter www.bewegungsnetzwerk-mahe.berlin oder bewegungsnetzwerk@dspnetz.de

Gesprächspartner
Frank Nerlich, Projektleiter, DSPN GmbH & Co. KG, Am Baltenring 74 in 12619 Berlin, EmailHandy: 0151-40353160

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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