Welt Nachrichten

Griechische Beamte, Church, verurteilen die Äußerungen des Ex-Bischofs zu Vergewaltigungen

ATHEN, Griechenland – Griechische Politiker und die mächtige orthodoxe Kirche des Landes haben gemeinsam einen pensionierten Bischof verurteilt, der am Freitag behauptete, Frauen würden nicht „ohne es zu wollen“ vergewaltigt.

In einem Interview mit dem privaten Fernsehsender Skai unterstützte Metropolit Chrysostomos von Dodoni die offizielle Position der Kirche gegen Abtreibung, fügte aber hinzu, dass es selbst im Falle einer Vergewaltigung keine Abtreibung geben sollte.

Dann stellte er den Begriff der Vergewaltigung selbst in Frage und sagte: „Eine Frau sitzt nicht da und wird vergewaltigt, ohne es zu wollen.“ Er fügte hinzu, dass es infolge einer Vergewaltigung keine Empfängnis geben könne.

Chrysostomos nannte Abtreibung ein „Verbrechen“.

Politiker aller Couleur verurteilten seine Äußerungen zu Vergewaltigungen.

„Die Aussage des Metropoliten von Dodoni über Vergewaltigung ist unvorstellbar und zu verurteilen“, twitterte der Minister für Bildung und religiöse Angelegenheiten, Niki Kerameus. „Es beleidigt die Gesellschaft brutal und stimmt nicht mit der Position der Kirche überein, die weibliche Opfer von Missbrauch und Vergewaltigung unterstützt.“

„Wir unterstützen Vergewaltigungsopfer bedingungslos“, fügte Regierungssprecher Yannis Oikonomou hinzu.

Das herrschende Gremium der Kirche von Griechenland, die Heilige Synode, verurteilte die Äußerungen von Chrysostomos ebenfalls als „inakzeptabel für einen orthodoxen Geistlichen und beleidigend für Menschen und insbesondere für Frauen und Opfer von Vergewaltigungen“.

„Die Behandlung von Frauen ausnahmslos gleichberechtigt mit Männern und ihr Schutz vor jeglichem Missbrauch sind die offizielle Position der Kirche von Griechenland“, heißt es in einer Erklärung der Heiligen Synode.

Chrysostomos, 83, ist 2011 aus dem aktiven Dienst ausgeschieden, und sein Titel ist ehrenhaft. Als aktiver Bischof war er für seine starken Ansichten bekannt. Er sagte einmal zu einem Mitbischof, der während eines Treffens der Heiligen Synode nicht seiner Meinung war: „Geh und spiele mit deinen Puppen.“

.

Quelle: ABC News

Kommentar verfassen

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"

Adblock erkannt!

Adblocker speichern und verwenden Ihre personenbezogenen Daten und verkaufen diese u.U. an Dritte weiter. Schalten Sie in Ihrem und unserem Interesse den Adblocker aus. Keine Angst, wir verwenden keine Popups oder Umleitungen. Ein paar kleine, unauffällige Banner finanzieren uns einen Kaffee. Sonst gibt's hier keine Werbung.