Charlottenburg-Wilmersdorf

Gedenken an Dr. Magnus Hirschfeld

In diesem Jahr, jährt sich der Geburtstag von Dr. Magnus Hirschfeld zum 154. und zugleich der Todestag zum 87. Mal.

Dr. Magnus Hirschfeld war ein jüdischer Arzt, Sozialdemokrat und Sexualforscher, der Homosexualität als kein Verbrechen, sondern als eine Variante menschlicher Sexualität ansah. Er prägte die erste deutsche Homosexuellenbewegung und begann im Jahr 1897 mit dem Aufbau des Wissenschaftlich-humanitären Komitees (WhK), das sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzt und in diesem Jahr 125-jähriges Jubiläum begeht. Zeitlebens engagierte sich Hirschfeld in der Politik und kämpfte für die Abschaffung des Paragraphen 175 des Strafgesetzbuches, der homosexuelle Handlungen unter Männern unter Strafe stellte.
Im Jahr 1933 zerstörten nationalsozialistische Studenten das von Hirschfeld geleitete Institut für Sexualwissenschaft. Seine Schriften wurden bei der Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz öffentlich geächtet.
Von den Nationalsozialisten verfolgt, starb Dr. Magnus Hirschfeld am 14. Mai 1935 im Exil in Nizza.

Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch:

Der Kampf für gleiche Rechte queerer Menschen weltweit geht weiter. Menschenrechte sind unteilbar. Ich sage jeder Form von Diskriminierung den Kampf an und bin dankbar, dass die Zivilgesellschaft in diesem Jahr zu einer breit getragenen Veranstaltung aufruft, um einen der Begründer queerer Emanzipation zu ehren: Dr. Magnus Hirschfeld.

Gleichstellungsbeauftragte Katrin Lück wird am Samstag, 14. Mai 2022, um 9 Uhr gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Organisationen, an der Gedenkstele, vor der Otto-Suhr-Allee 93, gegenüber dem Rathaus Charlottenburg, die Ehrung vollziehen.

Gleichstellungsbeauftragte Katrin Lück:

Charlottenburg-Wilmersdorf ist ein Bezirk der Vielfalt und als Gleichstellungsbeauftragte obliegt es unter anderem meinem Wirken, das Bild dieser Vielfalt in unserer Gesellschaft auch weiterhin zu festigen. Es ist, wie sich an Beispielen in Europa – unweit unserer Haustür – zeigt, ein noch immer fragiles Gebilde. Mit der Ehrung Hirschfelds gedenken wir nicht nur seinem engagierten Wirken zur Aufklärung und dem Abbau von Vorurteilen, sondern setzen auch ein wichtiges und notwendiges Signal in unsere Gesellschaft hinein, dass die Toleranz und Akzeptanz aller Menschen, ein allgemeines Selbstverständnis sein sollte. Gerade im Hinblick auf die Anerkennung der Rechte und die gesellschaftliche Anerkennung transsexueller Menschen gibt es noch einiges zu tun und auch hierfür gilt es an derartigen Gedenktagen zu werben.

Im Auftrag
Farchmin

Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.
Mehr Informationen zum berliner Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf finden Sie auf www.charlottenburg-wilmersdorf.de.

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