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Treptow-Köpenick

Faire Umwelt- und Menschenrechtsstandards erforderlich

Bezirksbürgermeister Oliver Igel informiert:

34 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland haben die Resolution „Gemeinden für ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland“ initiiert. Damit senden sie ein klares Signal an die Bundesregierung, jetzt zu handeln und die Menschen- und Umweltrechte zu schützen. Zu den ersten unterzeichnenden Gemeinden zählen Städte wie Bonn, Bremen, Hannover, Heidelberg, Mainz, München und sieben Berliner Bezirke.

Seit Monaten zeigen die Diskussionen in der Regierungskoalition, dass die Wirksamkeit des Lieferkettengesetzes verringert wird. Mit der Resolution ergreifen die unterzeichnenden Gemeinden die grundlegenden Anforderungen von Supply Chain Act Initiative und fordern Haftungsbestimmungen als Kern eines wirksamen Lieferkettengesetzes sowie wirksame staatliche Durchsetzungsmechanismen. Die Unterzeichner wollen sicherstellen, dass der zuletzt in der Regierungskoalition diskutierte Kompromiss, der die Haftungsbestimmungen zu schwächen droht, nicht in Kraft tritt.

Im Namen der ersten unterzeichnenden Gemeinden sind nun alle Gemeinden im ganzen Land dazu eingeladen an der Entschließung teilnehmen. Die unterschriebene Entschließung kann auf der Website der Stadt Neumarkt idOPf. hochgeladen.

„Treptow-Köpenick ist seit 2019 eine Fairtrade-Stadt. Um diesem Anspruch weiterhin gerecht zu werden, muss die plausible Rückverfolgung aller Lieferketten zur Einhaltung ethischer und ökologischer Standards gesetzlich geregelt werden. Nur mit einem strengen Lieferkettengesetz kann sichergestellt werden, dass unser Verbrauch frei von Ausbeutung und Benachteiligung ist. „(Oliver Igel, Bezirksbürgermeister des Berliner Bezirks Treptow-Köpenick, SPD)

„Als Kommunen wollen wir keine Steuergelder für Menschenrechtsverletzungen, Ausbeutung oder Umweltverschmutzung ausgeben. Dies betrifft die gesamte Lieferkette vom Rohstofflieferanten bis zum ausführenden Unternehmen. Ein rechtsverbindlicher Rahmen ist längst überfällig und würde eine faire und nachhaltige Beschaffung auf kommunaler Ebene unterstützen. Ob Pflastersteine, Handtücher oder Schulmahlzeiten – wir wollen die hohen Standards erfüllen, die wir uns selbst gesetzt haben – ein Lieferkettengesetz ist dafür unabdingbar. ”(Clara Herrmann, Stadtrat Friedrichshain-Kreuzberg, B’90 / Die Grünen)

„Unternehmen haben eine soziale Verantwortung. Die Achtung der Menschenrechte sowie faire und ökologische Standards sind in Bezug auf die Wertschöpfung nicht verhandelbar. Mit einem rechtsverbindlichen und ehrgeizigen Rahmen sollten sie daher verpflichtet sein, die Risiken einer Verletzung international anerkannter Menschen-, Arbeits- und Umweltrechte entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette zu analysieren, zu verhindern und transparent zu melden. Andernfalls müssen wirksame Sanktionen verhängt werden, beispielsweise Geldbußen und andere öffentlich-rechtliche Sanktionen. „(Michael Grunst, Bezirksbürgermeister des Berliner Bezirks Lichtenberg, DAS LINKS)

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„Auch die Kommunen, die Vorreiter bei der nachhaltigen Beschaffung sind, profitieren von einem wirksamen Lieferkettengesetz: Das Angebot an Waren, die sozial und umweltfreundlich hergestellt werden, würde spürbar zunehmen. Das landesweite Einkaufsvolumen des öffentlichen Sektors beträgt rund 350 Milliarden Euro, ein Großteil davon geht an die Kommunen. Wir befürworten daher, dass das wirtschaftliche Kontrollpotential für die Umsetzung sozialer und gesellschaftspolitischer Ziele effektiver genutzt wird. „(Markus Lewe, Bürgermeister von Münster, CDU)

„Um das Supply Chain Act umzusetzen, müssen wirksame Durchsetzungsmechanismen eingerichtet werden. Ein wirksames Lieferkettengesetz muss Unternehmen verpflichten, die Einhaltung der Sorgfaltspflicht zu dokumentieren und regelmäßig Bericht zu erstatten. Infolgedessen setzen sich Unternehmen mit möglichen Menschenrechtsverletzungen auseinander, decken Missstände auf und können geeignete Maßnahmen ergreifen. ”(Prof. Dr. Eckart Würzner, Bürgermeister von Heidelberg, unabhängig)

Die Liste der Erstunterzeichnergemeinden und die Entschließung finden Sie auf der Website der Stadt Neumarkt heruntergeladen.

Gesprächspartner
Dennis Lumme
Koordinator für lokale Entwicklungspolitik
Tel.: 030 – 90 297 23 51
Email: dennis.lumme@ba-tk.berlin.de

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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