Marzahn-Hellersdorf

Fahnenhissung vor dem Rathaus Marzahn-Hellersdorf: Ein Zeichen für LGBTQIA-Rechte

Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter-, und Transfeindlichkeit: Regenbogenfahne weht in Berlin-Hellerdorf

Am 17. Mai 2023 hissten Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic und Bezirksstadträte gemeinsam mit der queeren Gemeinschaft die Regenbogenfahne vor dem Rathaus Hellersdorf am Alice-Salomon-Platz. Der Tag, auch bekannt als IDAHOBIT, wird seit 2005 jährlich begangen, um auf die Diskriminierung von Menschen mit einer nicht-heterosexuellen sexuellen Orientierung oder einer Geschlechtsidentität, die nicht (ausschließlich) männlich oder weiblich ist, aufmerksam zu machen.

Der IDAHOBIT als Aktionstag hat seinen Ursprung in der Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation von 1990, Homosexualität als Diagnose aus dem Verzeichnis psychischer Krankheiten zu streichen. Dennoch ist die Diskriminierung von queeren Menschen nach wie vor ein Problem. Das Hissen der Regenbogenfahne soll ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen.

Nadja Zivkovic machte bei der Veranstaltung auch auf die massive Bedrängung von Drag-Lesungen für Kinder aufmerksam und betonte, dass Aktionen für die Akzeptanz von LSBTIQ* immer noch notwendig seien. Die Frauen*- und Gleichstellungsbeauftragte der Alice Salomon Hochschule, Nina Lawrence, betonte, dass queere Menschen angesichts der ansteigenden homo- und transfeindlichen Übergriffe zusammenstehen müssten und es Bekenntnisse und aktive Unterstützung von Politik und Verwaltung brauche, um die gesellschaftliche Akzeptanz voranzubringen.

Christina Shneydin von Quarteera e.V. berichtete aus ihrer Perspektive als Mitarbeiterin eines Vereins, der sich für migrantische LSBTIQ* starkmacht, indem sie die aktuelle Situation von queeren Menschen in Russland aufzeigte und von ihren eigenen Erfahrungen als lesbische Frau in Sachsen und in Berlin erzählte. Sie betonte dabei, wie wichtig es sei, offen über die eigene Queerness zu sprechen.

Constanze Körner von dem Verein LesLeFam e.V. hob die bezirklichen Fortschritte im Kontext Queer hervor und erwähnte die Schaffung der Stelle der Queerbeauftragten, die Verabschiedung des bezirklichen Aktionsplans und die Gründung des Queer-Beirats. Fatal Flash vom Verein „the LGBT Life e.V.“ betonte, dass Queerness trotz aller gesellschaftlicher Widerstände gefeiert und stolz ausgelebt werden müsse.

Das Hissen der Regenbogenfahne in Berlin-Hellersdorf ist ein starkes Zeichen gegen Homo-, Bi-, Inter-, und Transfeindlichkeit und für Akzeptanz von LSBTIQ* in der Gesellschaft.

Siehe auch  Marcel Höfner aus Marzahn erhält Auszeichnung für Zivilcourage

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