Berlin

„Es wird oft deutlich unter Angebotspreis verkauft“: Finanzexperte gibt Tipps zum Wohnungskauf in Berlin

Ist der Traum jetzt ausgeträumt – vom Kauf einer Immobilie?
Nein, aber es ist nicht so einfach wie letztes Jahr. Wer kaufen will, muss höhere Raten zahlen. Hinzu kommt die erhöhte finanzielle Belastung durch steigende Energiepreise und Inflation. Trotzdem wünschen sich viele, die bisher zur Miete gewohnt haben, eine eigene Wohnung. Denn Mieter wissen nie, wann die nächste Erhöhung kommt. Die Miete ist nicht planbar, beim Wohneigentum ist das anders.

Aber wenn Sie eine Immobilie auf Kredit kaufen, zahlen Sie für den Kredit viermal mehr als noch zu Jahresbeginn. Wie kaufen Sie noch ein?
Indem der Käufer ein kleineres Grundstück erwirbt. Und durch Verhandlungen. Die nach wie vor hohen Angebotspreise für Wohnungen sind Wunschdenken der Verkäufer. Am Ende liegt der Verkauf sehr oft deutlich unter dem gebotenen Preis. Die Preise sinken. Das hat noch nicht alle verkaufswilligen Eigentümer erreicht. Aber das wird sich ändern.

Wird bereits intensiv verhandelt?
Ja, die Verkäufer verlangen immer noch so viel wie früher. Aber zu diesen Preisen kaufen viele nicht mehr. Vor einem Jahr konnten Makler ihre Käufer noch frei wählen und die Preise waren offen. Einige Makler führten Bieterrunden durch und verkauften dann zum maximal möglichen Preis. Es ist vorbei. Es gibt weniger Kaufinteressenten und daher besteht jetzt Potenzial, den Preis zu drücken. Verkäufer müssen umdenken. Dies ist ein schmerzhafter und langsamer Prozess.

Werden überhaupt Häuser gebaut?
Ja, aber das Geschäft ist stark eingebrochen, weil Käufer mehr Hürden zu überwinden haben. Die Grundstückspreise für den Hausbau sind bisher nicht gesunken. Hinzu kommen stark gestiegene Baupreise. Sie können derzeit gar nicht mehr berechnet werden, weil sie weiter steigen.

Siehe auch  Kind von roten Autofahrern in Berlin getötet: Etwas Frieden für Louisas Eltern - zumindest das

Deshalb haben neun von zehn Bauwilligen ihre Pläne aufgegeben oder verschoben. Hier wird es wohl ein bis zwei Jahre dauern, bis sich der Markt beruhigt. Erst wenn die Entwickler keine Aufträge mehr in ihren Büchern haben, können sie ihre Gewinne kürzen und die Baupreise senken, um sie zu beschäftigen.

  • Wohnen

Kommentar verfassen

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"

Adblock erkannt!

Adblocker speichern und verwenden Ihre personenbezogenen Daten und verkaufen diese u.U. an Dritte weiter. Schalten Sie in Ihrem und unserem Interesse den Adblocker aus. Keine Angst, wir verwenden keine Popups oder Umleitungen. Ein paar kleine, unauffällige Banner finanzieren uns einen Kaffee. Sonst gibt's hier keine Werbung.