Berlin

„Er war mein Liebhaber“: Der Bruder der getöteten Maryam H. hatte eine sexuelle Beziehung mit einer anderen Frau

Sayed Yousuf H. saß am Montag hinter Sicherheitsglas im Saal 128 des Landgerichts und hörte der Frau, die im Zeugenstand Fragen beantwortete, aufmerksam zu. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft töteten der Afghane und sein Bruder Seyed Mahdi H. seine Schwester Maryam, weil ihr „teilweise moderner Lebensstil“ nicht ihren moralischen Maßstäben entsprach. Sayed Yousuf H. hingegen hatte vor Gericht erklärt, seine Schwester bei einem Streit aus Versehen getötet zu haben.

Die Zeugin, eine 34-jährige verheiratete Türkin mit Kopftuch, beschrieb jedoch einen Sayed Yousuf H., der moralische Vorstellungen nicht ganz so ernst nahm, wenn es um sich selbst ging. Sie erklärte, dass sie mit der heute 27-Jährigen eine sexuelle Beziehung gehabt habe, als beide in oder in der Nähe von Donauwörth lebten.

Dass der Afghane ohnehin eigene Wertvorstellungen hatte, war bereits bekannt, als eine andere Frau als Zeugin aussagte. Sie hat ein Kind mit Sayed Yousuf H., sie lebt in Donauwörth.

Er war fromm, aber nicht extrem.

34-jährige Türkin im Prozess gegen den Angeklagten Sayed Yousuf H.

Die Türkin, die am Montag aussagte, sagte, sie habe Sayed Yousuf H. in einem Park getroffen und angesprochen. Sie waren seit fast zwei Jahren in einer Beziehung, mit monatelangen Unterbrechungen. Der erste körperliche Kontakt fand nach drei Monaten statt. Sie nannte ihn einen „Liebhaber“ und sie unterhielten sich auf Türkisch. Damals hatte sie Eheprobleme.

Er wusste schon früh, dass sie verheiratet war. Aber sie sprachen nicht wegen der Moral über religiöse Probleme. Ihr Geliebter sei „fromm, aber nicht extrem“. Er hat es auch nie als Sünde bezeichnet, eine sexuelle Beziehung mit einer verheirateten Frau zu haben.

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Er drängte sie jedoch, sich scheiden zu lassen. Er drohte, ihrem Mann Fotos zu zeigen, auf denen sie beide in die Kamera schauen, wenn sie sich nicht von ihrem Mann trenne. Dies lehnte sie jedoch mit Hinweis auf die Kinder ab.

2018 sah der Ehemann sensible Fotos

2018 bekam der Ehemann die Fotos zu sehen. Sayed Yousuf H. zeigte sie ihm, weil sie eine Scheidung ablehnte. Ihr Mann war empört über die Affäre, aber ihr Schwiegervater war noch aufgebrachter. „Es war, als hätte ich den Eindruck, er würde mich gleich schlagen“, sagte sie.

Sie besorgten ihr ein Flugticket in die Türkei, und dann flog sie ohne ihre Kinder für zwei Wochen nach Hause zu ihren Eltern. Sie kehrte dann jedoch nach Deutschland zurück und fand Zuflucht in einem Frauenhaus in Augsburg.

Der Schwiegervater hat die Frau des Hauses verwiesen

Sie zog dorthin, um ihre Kinder zu bekommen. Wie ein Frauenhaus das direkt organisieren soll, könne sie nicht sagen. Aber Tage später bekam sie ihre Kinder. Ihr ebenfalls als Zeuge geladener Ehemann gab weitere Einzelheiten bekannt. Er sei von den Fotos „schockiert“, sein Vater habe seine Schwiegertochter aus dem Haus.

Nach ihrer Rückkehr aus der Türkei holte seine Frau die Kinder alleine von der Schule ab und brachte sie ins Frauenhaus. Ein Gericht war nicht beteiligt. Er, der betrogene Ehemann, wurde mit seiner Frau versöhnt. „Seit vier Jahren leben wir unbeschwert in Donauwörth“, sagte er. Sayed Yousuf H. hörte es, ohne sein Gesicht zu bewegen.

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