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Elfenbeinküste will Friedenstruppen nach Festnahmen aus Mali abziehen

ABIDJAN, Elfenbeinküste – Die Elfenbeinküste wird ihr Militärkontingent schrittweise von der UN-Friedensmission in Mali abziehen, nachdem es ihr nicht gelungen ist, die Freilassung von 46 ivorischen Soldaten zu erreichen, die beschuldigt wurden, Söldner zu sein.

Die Ankündigung erfolgte in einem Brief, der letzte Woche an den UN-Generalsekretär geschickt und am Dienstag verteilt wurde.

In dem Brief an die UN sagten Vertreter der Elfenbeinküste, sie würden ihr Personal in MINUSMA nicht ersetzen, wenn die derzeitige Gruppe im August rotiert. Die Elfenbeinküste beschäftigte im Juni 857 Mitarbeiter in Mali.

Die Verhandlungen über die Freilassung der ivorischen Soldaten, die bei ihrer Ankunft im Juli am Flughafen festgenommen worden waren, sind ins Stocken geraten. Drei Soldatinnen wurden freigelassen, die anderen bleiben in malischem Gewahrsam.

Die ivorischen Soldaten wurden nach Mali geschickt, um für Sahelian Aviation Services zu arbeiten, ein privates Unternehmen, das von den Vereinten Nationen unter Vertrag genommen wurde.

Die malische Regierung sagte jedoch, sie betrachte die Ivorer als Söldner, da sie nicht direkt von der UN-Mission beschäftigt seien, und beschuldigte sie der Untergrabung der Staatssicherheit. Die malischen Behörden sagten, das Luftfahrtunternehmen solle „von nun an seine Sicherheit den malischen Verteidigungs- und Sicherheitskräften anvertrauen“.

Die Festnahme der ivorischen Soldaten war das jüngste Zeichen der Spannungen zwischen Malis Führer und der internationalen Gemeinschaft. Oberst Assimi Goita sah sich einer wachsenden Isolation ausgesetzt, nachdem er vor zwei Jahren durch einen Putsch die Macht ergriffen und dann eine internationale Frist für die Organisation neuer demokratischer Wahlen nicht eingehalten hatte.

Am Montag kündigte Großbritannien an, seine 300 Friedenstruppen aus Mali abzuziehen, da die wachsende Abhängigkeit des Landes von russischen Söldnern die Stabilität untergrabe.

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Frankreich, die einstige Kolonialmacht, die neun Jahre lang in Mali gegen den islamischen Extremismus gekämpft hatte, schloss Anfang dieses Jahres den Truppenabzug aus dem Land ab.

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Quelle: ABC News

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