Friedrichshain-Kreuzberg

Einweihung einer Gedenkstätte am ehemaligen Wohnort von Theodor Fontane

Die Bezirksbürgermeisterin und Bezirksrätin für Finanzen, Personal, Wirtschaft, Kultur und Vielfalt, Clara Herrmann, gibt Auskunft:
Am ehemaligen Wohnort des Schriftstellers, Journalisten und Apothekers Theodor Fontane wird ein Denkmal eingeweiht.

  • Donnerstag, 12. Mai 2022 um 15:30 Uhr
  • Blücherplatz, in der Kurve gegenüber. Eingang des Möbelhauses, auf der Grünfläche der America Memorial Library

„Wir freuen uns, dass diese außergewöhnliche Gedenkstätte eine lokale Markierung in Fontanes Biographie setzt. Die gelungene Gestaltung als Wegweiser soll zu Wanderungen durch Brandenburg anregen. Auch wenn Fontane an vielen Orten in Berlin gelebt hat, so ist dieser Ort in der Amerika-Gedenkbibliothek ein ganz besonderer literarische Gedenkstätte“.

Von 1859 bis 1862 wohnte Theodor Fontane mit seiner Familie in der ehemaligen Tempelhofer Straße 51, heute auf dem Gelände der Amerika-Gedenkbibliothek am Blücherplatz.

Theodor Fontane wurde 1819 in Neuruppin als Nachkomme von Hugenotten geboren, deren Vorfahren im 17. Jahrhundert aus Frankreich nach Preußen geflohen waren. Sein Vater war Apotheker und auch Theodor Fontane begann nach Abitur und Abbruch der Gewerbeschule eine Lehre in der Apotheke Zum Weißen Schwan in Berlin (heute Mitte). Nach mehreren Stationen in Magdeburg, Leipzig und Letschin approbierte er im März 1847 als „Apotheker ersten Ranges“ und arbeitete in Apotheken am Georgenkirchplatz und im ehemaligen Bethanien-Krankenhaus in Kreuzberg; diese ist noch heute im Kunstquartier Bethanien am Mariannenplatz zu sehen.
Fontane kam schon früh mit literarischen Kreisen in Kontakt und verfasste kleinere Gedichte und Novellen. Ab 1849 gab er seinen Beruf als Apotheker auf und widmete sich dem Schreiben und Verfassen von Theaterkritiken sowie journalistischen Texten mit politischem und kulturellem Schwerpunkt. Auch in Fontanes literarisches Schaffen fließen Erfahrungen aus mehreren Englandreisen ein. Theodor Fontane starb 1898 in Berlin, sein Grab ist als Ehrengrab eingeweiht.

Seine Romane „Effi Briest“, „Der Stechlin“ und „Frau Jenny Treibel“ sowie die Balladen „John Maynard“ und „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ sind bis heute fester Bestandteil des Schulunterrichts und des literarischen Kanons in Deutschland. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus.

2019 beschloss der Bezirkstag Friedrichshain-Kreuzberg, anlässlich seines 200. Geburtstags eine Gedenkstätte am ehemaligen Wohnort Fontanes zu errichten. Diese wurde 2021 installiert und wird am 12. Mai eingeweiht.

Gesprächspartner

Sara Lühmann
Pressesprecher
Telefon: (030) 90298-2843

    .

Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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