Tempelhof-Schöneberg

Eine Plakatkunstaktion im Rahmen von Draussenstadt

Eine Plakatkunstaktion im Rahmen von Draussenstadt


Das Foto zeigt ein Brachland in Berlin, gefilmt mit einer defekten 16mm Kamera.

Filmstill von “Zeit der letzten Brache”

Bild: Lars Preisser

Pressemitteilung Nr. 209 vom 30.06.2021

Zeit der letzten Brache

Seit 2017 filmt der Künstler Lars Preisser mit einer 16mm Filmkamera das verschwindende Ödland Berlins. Eine Auswahl seiner Motive hat er nun in monumentale Filmstills übersetzt. Auf Werbeflächen platziert, kehren sie exemplarisch in eine solche Einöde zurück. Zu entdecken vom 20. Juli bis 29. Juli 2021 an der Kreuzung Potsdamer Straße – Alvenslebenstraße:


Plakatkampagne: Filmstills

Vom 20. Juli bis 29. Juli 2021

Ort: Kreuzung Potsdamer Straße / Alvenslebenstraße, 10783 Berlin


Zeitgleich zur Plakatkampagne zeigt die Galerie »Zwitschermaschine« die in ihrem Schaufenster Film „Zeit der letzten Brache“ von Lars Preisser:


Film “Zeit der letzten Brache”

Vom 20. Juli 2021 ab 18:00 Uhr (Eröffnung) bis 29. Juli 2021
– jeden Tag ab 18:00 Uhr die ganze Nacht

in den Schaufenstern der Galerie »Zwitschermaschine«
Potsdamer Straße 161, 10783 Berlin

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Website der dezentralen Kulturarbeit und der Website der Galerie »Zwitschermaschine«.


Mit Brachland und seinem ständigen Verschwinden lassen sich verschiedene Bedeutungsebenen verbinden: Kindheitserinnerungen, Freiheit, Abenteuer, ein vergessenes Kriegs- und Geschichtsthema, Gentrifizierung und eine immer dichter werdende Stadtlandschaft.

Lars Preisser hat seine Filmstills mit Slogans versehen, die Menschen dazu anregen können, über diese Orte anders nachzudenken. Die Plakatwand mit Motiven aus der Schöneberger Brachfläche beispielsweise scheint sich mit der dahinter noch bestehenden Brachfläche solidarisch zu zeigen, versucht sie zu schützen, ihr Ansehen zu verbessern und als legitimen und schützenswerten Ort zu etablieren. In Japan haben Begriffe wie mu („Nichts“) oder ma („Leere“, „Raum“) eine philosophische Konnotation. Das japanische Wort für Brachland „Harappa“ (so viel wie „wildes Feld“) hat positivere Konnotationen als der deutsche Name oder das englische Wort „wasteland“. Im Gegensatz zu vielen Brachflächen im Bezirk ist das Areal an der Potsdamer Straße Ecke Alvenslebenstraße noch nicht bebaut: In der aktuellen Zwischennutzungsphase wird es als Werbefläche vermietet.

Das poetische Projekt von Lars Preisser gleicht damit auch einem Wettlauf gegen die Zeit. Es erzählt von Schönheit und Leere – jenseits von Nutzungs- und Recyclingkonzepten.

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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