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Die deutsche extreme Rechte wählt neue Führer, nachdem der Co-Vorsitzende zurückgetreten ist

BERLIN – Die rechtsextreme Alternative für Deutschland hat am Samstag zwei prominente Persönlichkeiten gewählt, um die Partei für die nächsten zwei Jahre zu führen, nachdem einer ihrer Co-Vorsitzenden im Januar gekündigt hatte und sagte, sie sei zu radikal geworden.

Die Delegierten stimmten für den verbleibenden Ko-Vorsitzenden der Alternative für Deutschland, Tino Chrupalla, um die Partei gemeinsam mit der Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel zu leiten.

Die Abstimmung wurde notwendig, nachdem der Europaabgeordnete Jörg Meuthen im Januar von der Führung zurückgetreten war und davor gewarnt hatte, dass die Partei mit ihrem derzeitigen Kurs Gefahr laufe, „in die totale Isolation und immer weiter an den politischen Rand“ getrieben zu werden.

Meuthen war der dritte Parteiaustritt seit der Gründung der Alternative für Deutschland im Jahr 2013. Alle genannten extremistischen Tendenzen innerhalb der Partei, die sie auch in den Fokus des deutschen Verfassungsschutzes gerückt haben.

Ursprünglich gegen die Euro-Währung gegründet, schwenkte die Partei 2015 nach rechts, um aus Ressentiments gegen Migranten Kapital zu schlagen, und zog 2017 erstmals in den Bundestag ein. In letzter Zeit hat sie sich lautstark gegen fast alle Pandemiebeschränkungen und westlichen Sanktionen gegen Russland ausgesprochen der Krieg in der Ukraine.

Die unter ihrem deutschen Akronym AfD bekannte Partei erhielt bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr knapp über 10 % der Stimmen.

Auch die Delegierten des AfD-Parteitags in Riesa stimmten am Freitag für eine Satzungsänderung, damit die Partei künftig von einem einzigen Vorsitzenden geführt werden kann. Der Vorschlag wurde von Björn Höcke, dem Vorsitzenden der Partei in Thüringen, verfochten, der als rechtsextrem in der Partei gilt und revisionistische Ansichten über Deutschlands NS-Vergangenheit vertritt.

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Quelle: ABC News

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