Treptow-Köpenick

Dialoge im öffentlichen Raum während der Interkulturellen Woche 2021 – ein Rückblick

Dialoge im öffentlichen Raum während der Interkulturellen Woche 2021 – ein Rückblick


Dialoge im öffentlichen Raum - Schlossplatz Köpenick

Bild: Hille Richers – SozDia Stiftung Berlin

Pressemitteilung vom 21. Oktober 2021

Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2021 in Treptow-Köpenick ermöglichte das Projekt „Dialoge im öffentlichen Raum“ Gespräche mit jüdischen, muslimischen, christlichen und atheistischen Menschen im öffentlichen Raum.

Die Wanderausstellung „Facetten des Glaubens“ bot an neun Tagen und an verschiedenen Orten im Kreis Treptow-Köpenick zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch zu Themen in den Kiezen und dem Beitrag der Religionen zum Frieden in der Stadt. Das Besondere daran: Täglich waren Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Weltanschauungen anwesend. In und um das interaktive Ausstellungszelt kamen Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen sowie weltliche Menschen ins Gespräch. Die Passanten staunten oft über das auffällige Zelt, das schon von weitem aufgestellt wurde, z. am Rathaus in Johannisthal, im Allendeviertel, vor der Volkshochschule und auf dem Marktplatz in Friedrichshagen. Das Klappern eines Glücksrades zog nicht nur Schulkinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene an. Sie brachten sich in die Beantwortung von Wissens- und Meinungsfragen ein, wurden mit etwas Süßem belohnt und oft ergaben sich weitere Gespräche.

Wichtig war den Veranstaltern, dass an jedem Aufstellungsort aktive Menschen aus dem jeweiligen Kiez sowie Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen präsent und gesprächsbereit waren. Erreicht wurde dies durch das bewährte Netzwerk „Ins Tun Kommen-Treptow-Köpenick-interreligiös“ durch die Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Partnern, beispielsweise aus Bürgervereinen, Nachbarschaftseinrichtungen oder Kirchengemeinden und der Unterstützung durch das Integrationsamt des Landratsamtes. Nur wenige wollten über Religion reden. Oft ging es eher um alltagspraktische Fragen, etwa wie Vertrauen in der Nachbarschaft geschaffen werden kann. Dies führte schnell zu weit verbreiteten Vorurteilen, insbesondere gegenüber Menschen, die Muslime lesen und vor allem gegenüber Frauen mit Kopftuch. Daher war es sehr wertvoll, dass immer Menschen mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Glaubensrichtungen im Zelt vertreten waren. „Bei echtem Interesse konnte man sich über den Beitrag der Religionen zum Frieden in der Stadt austauschen“, resümiert Hille Richers von Welcome! – Netzwerke im Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree zusammen. Und sie betont: „Wir mussten immer wieder unterschiedliche Meinungen ertragen und suchen, was sie verbindet. Dies galt auch für den Austausch zwischen den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern aus Kirchengemeinden, der Diakonie und zivilgesellschaftlichen Partnern, die jeweils als Gesprächspartner im Zelt tätig waren. Die dabei gewonnenen Erfahrungen helfen, die Demokratie gemeinsam zu gestalten. … nicht nur während der interkulturellen Woche!

„Wir freuen uns, dass es mit diesem Projekt gelungen ist, Gespräche über Religion und Weltanschauung in den öffentlichen Raum zu bringen und mit praktischen Fragen des Zusammenlebens zu verbinden“, sagt Gregor Postler, Integrationsbeauftragter in Treptow-Köpenick.

Möglich wurde diese ungewöhnliche Tour durch den Kreis Treptow-Köpenick durch eine Projektförderung von „Wissen Sie, wer ich bin“, für die Welcome zuständig ist und die zur Förderung des Dialogs zwischen den drei großen Religionen (muslimisch, jüdische, Christian). Mittel dafür kommen vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Inneres sowie von der Deutschen Islam Konferenz. Weitere Informationen: https://www.weisstduwerichbin.de/ueber-uns/das-projekt/. Das Willkommenheißen! – Vernetzung im Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree, gemeinsam mit dem Netzwerk „Ins Tun Kommen – Treptow-Köpenick interreligiös“ und weiteren Kooperationspartnern aus Kirche, Diakonie und Zivilgesellschaft, eingeladen zu Dialogen im öffentlichen Raum während der Interkulturellen Woche 2021.

In Kürze findet ein Folgeworkshop statt, in dem die Kooperationspartner die diesjährige Zusammenarbeit evaluieren und ähnliche Projekte für das Folgejahr diskutieren.

Das Netzwerk „Mitmachen – Treptow-Köpenick interreligiös“ umfasst neben Welcome! TKVA – Treptow-Köpenick für Vielfalt gegen Antisemitismus von pad gGmbH, Begrüßungsbüro interaXion von offensiv91 eV | “Willkommen! – Vernetzung im Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree“ ist ein Kooperationsprojekt der Ev. Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree und die SozDia Stiftung Berlin – Gemeinsam Leben gestalten. (Sie baut Brücken zwischen Diakonie und Kirche und vor allem für die Menschen vor Ort. Die Arbeit von Welcome! macht Chancen sichtbar und schafft Räume, in denen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen teilhaben und sich respektvoll begegnen und teilhaben können.

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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