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Pankow

Das Museum Pankow ist ab Samstag, 20. März 2021, mit Registrierung wieder geöffnet

Aktuelle Sonderausstellung „Neuanfänge und Reformen. Pioniere der modernen Sozialarbeit in Prenzlauer Berg während der Weimarer Republik “

Vor 100 Jahren, am 13. April 1921, wählt die Bezirksversammlung Prenzlauer Berg den Anwalt Walter Friedländer zum Stadtrat und Leiter des Jugend- und Sozialamtes. Die soziale Not großer Teile der Bevölkerung aufgrund der Folgen des Ersten Weltkriegs und der Inflation betrifft insbesondere Kinder und Jugendliche. Viele bleiben ohne Ausbildung oder Beschäftigung. Mit der Wahl von Walter Friedländer wird das Jugend- und Sozialamt Prenzlauer Berg zu einem Ort engagierter Frauen und Männer, die den Fall der Monarchie als Neuanfang betrachten. Sie alle wollen neue Ideen und wissenschaftliche Erkenntnisse in die praktische Arbeit des Kindes- und Jugendschutzes einbringen. Begriffe wie Aufklärung, Beratung und Gesundheitsprävention sollten von nun an den Charakter der Arbeit prägen. Gemeinsam initiieren die Mitarbeiter von Walter Friedländer zahlreiche Reformschritte in der Jugendhilfe, die Pioniere und Vorbilder außerhalb Berlins sind. Zu den Pionieren zählen zahlreiche Experten und Persönlichkeiten, darunter die Ärztin Minna Flake, die Sozialarbeiterin und spätere Bezirksbürgermeisterin Ella Kay, die Politikerin und Sozialarbeiterin Ruth Fischer, die Tanz- und Musikpädagogen Martin Gleisner und Julius Goldstein, die orthopädische Gymnastiklehrerin Hertha Liebknecht und die Jugendleiterin Marianne Welter. Die Ausstellung beleuchtet die neu entstehenden Bereiche Jugendhilfe und Jugendhilfe und konzentriert sich erstmals auf die zentralen Akteure. Fallstudien junger Betreuer dokumentieren den sozialen Kontext, in dem die Arbeit stattfindet. Exkursionen zu den historischen Wendepunkten von 1933, 1945 und 1990 ergänzen die Perspektive des Kindes- und Jugendschutzes bis heute.
Die Ausstellung im Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, Prenzlauer Allee 227/228, 10405 Berlin, ist bis zum 24. Oktober 2021 von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, vorbehaltlich weiterer pandemiebedingter Einschränkungen. Eine Registrierung ist erforderlich. Da die Anzahl der Besucher aufgrund der Korona begrenzt ist, muss unter www.berlin.de/museum-pankow ein Zeitfenster für den Besuch gebucht werden. Der Eintritt ist frei. Für die Ausstellung wurde unter dem gleichen Titel ein Begleitband veröffentlicht (ISBN 987-3-00-067536-2).
Ein Projekt des Pankow-Bezirksamtes Berlin, Abteilung Weiterbildung und Kultur, Museum Pankow im Rahmen von „Berlin 100“, finanziert von der Lotto-Stiftung Berlin und aus Mitteln des Pankow-Bezirkskulturfonds. Informationen zu weiteren digitalen Angeboten und begleitenden Veranstaltungen unter (030) 90295/3917, www.berlin.de/museum-pankow | Facebook ich Instagram und @MuseumPankow

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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