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Mitte

Das Bezirksamt Mitte erinnert an die Opfer des rassistischen Angriffs in Hanau am 19. Februar 2020

Pressemitteilung Nr. 061/2021 vom 19. Februar 2021

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel, informiert:

Der 19. Februar 2021 ist der Jahrestag des Tages, an dem neun Menschen in Hanau von einem Rassisten erschossen wurden, bevor er sich und seiner Mutter das Leben nahm: Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin. „Ihre Namen sollten uns in diesem Land, das sich nach 1945 dem Antifaschismus verschrieben hat und in dem Menschen mit einer sichtbaren Migrationsgeschichte wiederholt Beleidigungen, Hass und Gewalt ausgesetzt sind, als Erinnerung dienen“, sagt Stephan von Dassel bei dieser Gelegenheit des Jubiläums.

Die Ereignisse in Hanau stellen einen Wendepunkt in der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik dar, weitere schreckliche Taten folgten. Allein in den letzten zwei Jahren hat es in Deutschland zu einer Eskalation von rechtsgerichteter Gewalt und Tendenzen gekommen: der Mord an Walter Lübcke im Juni 2019, der Anschlag in Halle im Oktober 2019, die Aneignung der sogenannten Corona-Proteste durch Rechts- Flügelstrukturen – dies auch im Bezirk Mitte.

Umso willkommener ist es, dass sich der Diskurs nach dem Anschlag in Hanau geändert hat: „Mein Dank gilt den Initiativen der Betroffenen und der engagierten Zivilgesellschaft, die uns mit ihrer Forschung und ihren Forderungen als Mehrheitsgesellschaft daran erinnern Die Gewalt ist nicht ohne Zeugnis und nicht ohne. Die Konsequenzen können bestehen bleiben „, sagte von Dassel.“ Die Gesellschaft muss sich ernsthafte Fragen zum demokratischen, respektvollen Zusammenleben stellen und ob sie dem Ausschluss von Menschen genug entgegenwirken kann. „“

Das Central District Office übernimmt auch diese Fragen. Wie können offizielle Maßnahmen auf diskriminierende oder marginale Konsequenzen überprüft werden? Wie kann das im vergangenen Jahr in Kraft getretene staatliche Antidiskriminierungsgesetz dazu beitragen, rassistischem und diskriminierendem Verhalten in Verwaltungen entgegenzuwirken? Und wie kann die Verwaltung vielfältiger sein, um allen Berlinern Repräsentation und demokratische Partizipation zu garantieren?

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Stephan von Dassel: „Gerade in einem Stadtteil wie Mitte, in dem Menschen aus mehr als 100 Ländern friedlich zusammenleben, müssen wir allen Formen von Ausgrenzung, Hass und Gewalt entschlossen und solidarisch gegen die Betroffenen begegnen. Der 19. Februar ist ein guter Tag, um uns an dieses Engagement zu erinnern. „“

In Erinnerung an die Opfer und als Erinnerung an die Zukunft haben wir heute vor unseren Rathäusern Trauerfahnen gehisst.

Medienkontakt:
Bezirksamt Mitte, Pressestelle, E-Mail: presse@ba-mitte.berlin.de

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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