Welt Nachrichten

Britische Inflationsrate erreicht neues 40-Jahres-Hoch von 9,1 %

LONDON – Die britische Inflationsrate erreichte in den 12 Monaten bis Mai ein neues 40-Jahres-Hoch von 9,1 %, wie die Zahlen am Mittwoch zeigten, als Russlands Krieg in der Ukraine die Lebensmittel- und Kraftstoffpreise immer höher trieb.

Das Amt für nationale Statistik sagte, die Verbraucherpreisinflation sei von 9 % im April, dem höchsten Stand seit 1982, leicht gestiegen.

Chefökonom Grant Fitzner sagte: „Der anhaltende steile Anstieg der Lebensmittelpreise und die rekordhohen Benzinpreise wurden durch den Rückgang der Kleidungskosten gegenüber diesem Zeitpunkt im letzten Jahr und einen Rückgang der oft schwankenden Preise für Computerspiele ausgeglichen.“

Der Anstieg entsprach den Erwartungen der Analysten und signalisiert kein schnelles Ende des Lebenshaltungskostendrucks, dem Millionen in Großbritannien ausgesetzt sind. Die Bank of England sagt, dass die Inflation im Oktober 11 % erreichen könnte, wenn eine Obergrenze für inländische Energierechnungen angehoben wird.

Jack Leslie, Senior Economist bei der Resolution Foundation, einer Denkfabrik für wirtschaftliche Ungleichheit, sagte, die Inflation werde im Juni wahrscheinlich weiter steigen, weil „die Benzinpreise im vergangenen Monat stark gestiegen sind“.

„Bei so unklaren wirtschaftlichen Aussichten weiß niemand, wie hoch die Inflation werden könnte und wie lange sie anhalten wird – was die Beurteilung der Finanz- und Geldpolitik besonders schwierig macht“, sagte er.

Die Inflation steigt weltweit: Die USA meldeten im Mai eine Inflationsrate von 8,6 %, und die 19 Länder, die den Euro verwenden, verzeichneten im selben Monat eine Inflationsrate von 8,1 %.

Millionen von Menschen in Großbritannien, wie auch in ganz Europa, sehen ihre Lebenshaltungskosten in die Höhe schnellen, was teilweise auf den Krieg Russlands in der Ukraine zurückzuführen ist, der die Versorgung mit Energie und Grundnahrungsmitteln wie Weizen unter Druck setzt.

Der Druck treibt britische Arbeitnehmer dazu, erhebliche Lohnerhöhungen anzustreben, ein Schritt, von dem die konservative Regierung argumentiert, dass er eine Lohn-Preis-Spirale auslösen und die Inflation noch weiter in die Höhe treiben könnte.

Zehntausende Bahnangestellte gehen diese Woche im landesweit größten Transitstreik seit drei Jahrzehnten für drei Tage von der Arbeit ab und sind ein potenzieller Vorbote eines Sommers der Arbeitsunzufriedenheit.

.

Quelle: ABC News

Kommentar verfassen

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"

Adblock erkannt!

Adblocker speichern und verwenden Ihre personenbezogenen Daten und verkaufen diese u.U. an Dritte weiter. Schalten Sie in Ihrem und unserem Interesse den Adblocker aus. Keine Angst, wir verwenden keine Popups oder Umleitungen. Ein paar kleine, unauffällige Banner finanzieren uns einen Kaffee. Sonst gibt's hier keine Werbung.