Berlin

Böllerverbot an Silvester: Berliner Grüne fordern dauerhafte Regelung

Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus fordern ein dauerhaftes Verbot von Feuerwerkskörpern an Silvester. „Alle Fakten sprechen dafür, diese überholte Tradition zu überwinden. Die Vorteile kommen Mensch, Tier und Umwelt zugute“, sagte der innenpolitische Sprecher der Gruppe, Vasili Franco, am Mittwoch.

„Die coronabedingten Verkaufsverbote der letzten zwei Jahre waren erfolgreich“, argumentierte Franco. Weniger Feuerwerk bedeutet weniger Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste an Silvester. Auch Angriffe auf Polizei und Rettungskräfte mit Böllern lassen sich so wirkungsvoll verhindern.

Den Spaß einiger weniger auf dem Rücken vieler zu tragen, ist einfach nicht solidarisch.

Grüner Abgeordneter Vasili Franco

„Viele Kriegstraumatisierte leiden besonders unter dem Feuerwerk“, sagte der Grünen-Abgeordnete. „Den Spaß einiger weniger auf dem Rücken vieler zu haben, ist einfach nicht solidarisch.“ Deshalb muss die Bundesregierung die Sprengstoffverordnung ändern und ein Böllerverbot ermöglichen. „Wir brauchen jetzt eine dauerhafte Lösung“, forderte Franco.

Mit der Initiative des Berliner Bundesrates zur Änderung der Sprengstoffverordnung von 2019 liegt diese bereits vor. Professionell organisierte Feuerwerke sind eine bessere und sicherere Alternative.

Franco verwies auf eine repräsentative bundesweite Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentrale Brandenburg. 53 Prozent der Befragten sprachen sich für ein Böllerverbot an Silvester aus, nur 39 Prozent dagegen.

Ebenfalls am Mittwoch forderte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) auf, die Böller in diesem Jahr „ein für alle Mal“ zu beenden. Mit ein paar einfachen Änderungen der Sprengstoffverordnung könne der Minister dem umweltschädlichen Feuerwerk schnell ein Ende bereiten, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). (dpa)

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