Tempelhof-Schöneberg

Bienenkrankheit in Tempelhof-Schöneberg

Bienenkrankheit in Tempelhof-Schöneberg

Pressemitteilung Nr. 384 vom 08.11.2021

Änderung des Sperrgebiets

Gemeinsam mit den betroffenen Imkern wurde eine gefährliche Bienenkrankheit erfolgreich bekämpft. Basierend auf diesen Ergebnissen kann der eingeschränkte Bereich reduziert werden.

Am 10. Juni 2021 brach der amerikanische Faulbrut-Ausbruch (AFB) offiziell in Tempelhof-Schöneberg niedergelassen. Für alle im Sperrgebiet befindlichen Bienenvölker wurden zahlreiche Untersuchungen und Maßnahmen durch den amtlichen Veterinärdienst des Kreises in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den benachbarten Veterinärbehörden durchgeführt. Dank der angenehm guten Zusammenarbeit mit den Imkern konnte dies schnell erledigt werden.

Das Ergebnis ist, dass diese Bienenseuche in allen erkrankten Bienenvölkern gemeinsam mit den betroffenen Imkern erfolgreich bekämpft und damit ausgerottet wurde. Auch die Bienenstände, die sich nun außerhalb der neu definierten Sperrgebietsgrenzen befinden, zeigten keine auffälligen Befunde. Basierend auf diesen Ergebnissen kann die Sperrzone auf den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestradius von einem Kilometer reduziert werden.

Den genauen Umfang des Sperrgebiets entnehmen Sie bitte dem Stadtplan mit der Kennzeichnung des Sperrgebiets vom 05.11.2021 auf der Website der Allgemeinverfügung Löschen.

Im verbleibenden Sperrgebiet besteht Grund für weitere amtstierärztliche Untersuchungen, die unter Einhaltung der tierseuchenrechtlichen Anforderungen der Bienenkrankheitsverordnung (BienSeuchV) muss im kommenden Jahr fortgeführt werden. Daher dürfen keine Völker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtermittel, Imkerei und keine gebrauchten Geräte aus der Imkerei entfernt werden. Bienenstöcke oder Bienen dürfen nicht in das Sperrgebiet gebracht werden, da hierdurch der Erreger übertragen werden kann.

Trotz der nun möglich gewordenen Einengung des Sperrgebiets ist weiterhin Wachsamkeit geboten – besondere Imkereipflege und die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen sind weiterhin erforderlich.

Außerdem dürfen Bienenvölker grundsätzlich nur mit einer Bescheinigung nach den Anforderungen des § 5 BienSeuchV (amtliche Veterinärbescheinigung) in den Landkreis gebracht werden. Diese kann selbstverständlich vor dem Transport übermittelt werden, damit eventuell notwendige Rückfragen vorab geklärt werden können.

Unbewohnte Bienenwohnungen, Lager- und Verarbeitungsräume sowie Wabenmaterial und Geräte (zB Solarwachsschmelzer) müssen grundsätzlich verschlossen bzw. bienensicher gelagert werden.

Die folgenden Informationen sind aufgrund der Gefährlichkeit und damit der Notwendigkeit zur Bekämpfung dieser Tierseuche äußerst wichtig:

  • Alle Imker des Landkreises müssen prüfen, ob sich die bisherigen Registerangaben zur Kontaktaufnahme und des Tierbestandes geändert haben und ggf. Änderungen unverzüglich mittels Fragebogen melden.
  • Alle noch nicht angemeldeten Bienenstandorte sind sofort über Fragebogen anzuzeigen.
  • Jeder im Kreis registrierte Bienenstandort erhält eine eigene, individuelle Registernummer. Dies wird den Tierhaltern bei ordnungsgemäßer Anmeldung oder auf Anfrage schriftlich mitgeteilt.
  • Die Zwischenaufgabe der Imkerei kann formlos unter Angabe der Registernummer, des Vor- und Nachnamens und der Adresse des ehemaligen Bienenstandortes erfolgen.
  • Wir freuen uns auch über Hinweise auf verlassene und unbeaufsichtigte Imkereien, aufgelassene und bienenzugängliche Imkereien, sowie auf Nisthöhlen von wilden Honigbienen E-Mail an das Veterinär- und Lebensmittelinspektorat Gegenteil.

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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