Tempelhof-Schöneberg

Bestehende Sozialschutzgebiete in Schöneberg bestätigt

Bestehende Sozialschutzgebiete in Schöneberg bestätigt

Pressemitteilung Nr. 312 vom 15.09.2021

Erweiterter Milieuschutz für die Schöneberger Insel

Seit Sommer 2020 werden vier bestehende Sozialschutzgebiete in Schöneberg daraufhin untersucht, ob für sie die Anforderungen an den Umweltschutz noch bestehen. Die Ergebnisse liegen nun vor.

Jörn Oltmann, Bezirksrat für Stadtentwicklung und Bau:

Der Milieuschutz in Schöneberg zeigt Wirkung! Ich freue mich, dass die untersuchten Gebiete noch nicht gentrifiziert sind und es noch einen „Berlin-Mix“ zu erhalten gibt. Und dass wir den Milieuschutz auf der Schöneberger Insel ausgebaut haben, zeigt nur, wie wichtig das Instrument weiterhin für die soziale Stadtentwicklung ist.

In den Sozialschutzgebieten soll die Bevölkerungsstruktur, das sogenannte Milieu, vor Vertreibung geschützt werden. In den nun untersuchten Gebieten 2014 („Barbarossaplatz / Bayerischer Platz“, „Bautzener Straße“ und „Kaiser-Wilhelm-Platz“) und 2015 („Schöneberger Insel“) konnte bestätigt werden, dass Verdrängungsprozesse noch nicht stattgefunden haben bzw seit Beschlüssen der Verordnungen nicht verstärkt worden wäre. Fluchtgefährdete Bevölkerungsgruppen, die auf noch verfügbaren bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind, leben noch immer in relevantem Umfang in den Milieuschutzgebieten und tragen so zum erhaltenswerten „Berlin-Mix“ in den Quartieren bei.

Im Zuge der Untersuchungen wurden jedoch auch andere Gebiete mit Vertreibungstendenzen identifiziert. Diese beiden Blöcke an der Monumentstraße und der Kolonnenstraße wurden dem Schutzgebiet „Schöneberger Insel“ hinzugefügt. Die entsprechende Verordnung wurde erlassen. Es wird im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin veröffentlicht und spätestens am 25. September 2021 in Kraft treten.

Zumindest bis zur nächsten Prüfung der Flächen in rund fünf Jahren sind bauliche und nutzungsbedingte Veränderungen sowie die Umwandlung in Eigentumswohnungen weiterhin genehmigungspflichtig.

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Inspiriert von Berliner Pressemitteilung.

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