Wildkräuter: Gute Eigenschaften trotz schlechtem Ruf - BUND fordert zum Umdenken im Umgang mit Wildkräutern

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Entdecken Sie die positiven Eigenschaften von Wildkräutern trotz ihres schlechten Rufs. Erfahren Sie, warum der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ein Umdenken im Umgang mit Wildkräutern fordert. Erfahren Sie mehr über die Vorteile von Wildpflanzen und wie sie zum Erhalt der Artenvielfalt und zur Förderung von Nützlingen beitragen. Außerdem erhalten Sie nützliche Tipps zur Kontrolle von Wildkräutern im Garten ohne den Einsatz von Herbiziden.

Wildkräuter: Gute Eigenschaften trotz schlechtem Ruf - BUND fordert zum Umdenken im Umgang mit Wildkräutern

Anlässlich des Tages des Unkrauts macht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) darauf aufmerksam, dass viele Wildpflanzen zu Unrecht als Unkraut bezeichnet und bekämpft werden. Corinna Hölzel, BUND-Gartenexpertin, betont, dass Wildkräuter oft wertvolle Eigenschaften für das Ökosystem und den Menschen haben. Dennoch werden sie in der Landwirtschaft, auf öffentlichen Flächen und in Gärten mit Herbiziden bekämpft, was negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt, Böden und Gewässer hat. In Deutschland werden jährlich rund 17.000 Tonnen Herbizide versprüht, darunter 4.000 Tonnen Glyphosat.

Der BUND fordert daher ein Verbot von Pestiziden im Haus- und Kleingarten und eine deutliche Reduzierung des Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft. Wildkräuter haben vielfältige Vorteile, sie locken Nützlinge an und helfen beim Gärtnern. Als Beispiel wird der Löwenzahn genannt, der mit seinen gelben Blüten Wildbienen und Schmetterlinge anlockt. Auch andere Wildkräuter wie Brennnessel, Giersch, Klee und Ackerwinde sind nützlich und können unter anderem als Nahrung für Insekten dienen.

Zudem sind viele Wildkräuter essbar und als Heilpflanzen bekannt. Schafgarbe, Löwenzahn, Giersch und Vogelmiere können beispielsweise in Salaten oder als Tee verwendet werden und haben positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Der BUND empfiehlt, Wildkräuter im Garten kontrolliert wachsen zu lassen und auf den Einsatz von Herbiziden zu verzichten.

Im Folgenden sind die top 5 der nützlichsten Unkräuter aufgeführt:

1. Löwenzahn: Eine wichtige Futterpflanze für Insekten, essbar für Tiere und Menschen.
2. Brennnessel: Nahrungsquelle für Schmetterlinge, Heilpflanze.
3. Giersch: Futterpflanze für Schmetterlinge, kann in Speisen verwendet werden.
4. Klee: Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlinge, trägt zur Gesundheit des Bodens bei.
5. Ackerwinde: Wichtige Art für Wildbienen, lockt Bestäuber in den Garten und ist eine schöne Kletterpflanze.

Der BUND bietet weitere Informationen zum Thema Wildkräuter im Garten, insektenfreundlichen Gärtnern und Unterstützung für Wildbienen und Schmetterlinge. Ansprechpartnerin ist Corinna Hölzel, BUND-Gartenexpertin.

Herausgeber: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin.

(Quelle: Pressemitteilung des BUND)



Quelle: BUND / ots