Am Anfang des Monats Oktober 2025 wurden die Bauarbeiten zur Umgestaltung der Hufelandstraße in Prenzlauer Berg offiziell gestartet. Ziel des Projekts ist es, die Straße zu einer Fahrradstraße zu transformieren und dabei den Fokus auf die Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie die Attraktivität des Radverkehrs zu legen. Im Rahmen dieser Maßnahmen wird das Kopfsteinpflaster gegen einen fahrradfreundlicheren Belag ausgetauscht.
Die Umgestaltung der Hufelandstraße ist Teil eines umfassenden Programms zur Förderung nachhaltiger Mobilität in Berlin. Radfahrende sollen künftig Vorrang genießen, während der motorisierte Verkehr reduziert wird. Bauliche Anpassungen umfassen unter anderem die Neuordnung von Gehwegen und Fahrbahnen, Absenkungen von Bordsteinen sowie barrierefreie Querungen. Außerdem werden neue Sitzgelegenheiten und Flächen für Stadtgrün geschaffen. Die Kfz-Nutzung bleibt zwar erlaubt, wird jedoch eingeschränkt.
Nachhaltige Mobilität im Fokus
Die Hufelandstraße spielt eine wichtige Rolle im innerstädtischen Radverkehrsnetz und wird als zentrale Verbindung zwischen Friedrichshain und dem Norden Prenzlauer Bergs betrachtet. Diese Umgestaltung ist fest in die Mobilitätswende integriert, die darauf abzielt, neue Konzepte und alternative Verkehrsmittel zu fördern, ohne auf Verzicht zu setzen. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert deshalb Projekte, die innovative Lösungen für die Stadt- und Verkehrsplanung bieten.
Aktuelle Statistiken verdeutlichen die Dringlichkeit solcher Maßnahmen: Deutsche nutzen Autos für fast die Hälfte ihrer Wege, während der öffentliche Nahverkehr nur für jeden zehnten Weg in Anspruch genommen wird. Daher wird die Mobilitätswende durch drei Schlagworte charakterisiert: Vermeidung, Verlagerung und Verbesserung. Dies bedeutet einerseits die Reduktion des motorisierten Individualverkehrs und andererseits den Wechsel zu Fuß-, Radverkehr sowie öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die Erfahrungen aus der Umgestaltung der Hufelandstraße sollen auf andere Straßenabschnitte übertragen werden, um eine Infrastruktur „der kurzen Wege“ zu schaffen, die die Gleichberechtigung aller Fortbewegungsweisen fördert. Während der Bauzeit sind abschnittsweise Sperrungen und Umleitungen erforderlich, der Fuß- und Radverkehr soll jedoch weitestgehend aufrechterhalten werden. Der Abschluss der Arbeiten ist bis zum Sommer 2026 geplant.