In Tempelhof-Schöneberg gibt es frische Nachrichten aus der Welt des Schulbaus. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF) hat gemeinsam mit der HOWOGE eine Projektvereinbarung unterzeichnet, die den Bau einer dreizügigen Grundschule in der Marienfelder Allee zum Ziel hat. Die neue Schule wird voraussichtlich im Schuljahr 2029/2030 in Betrieb genommen. Schulstadtrat Tobias Dollase zeigte sich erfreut über die schnelle Unterzeichnung der Vereinbarung und die damit verbundene Schaffung dringend benötigter Grundschulplätze in Marienfelde.
Die Grundschule wird mit einer Sporthalle ausgestattet und ist für insgesamt 432 Schüler:innen ausgelegt. Daniela Riedel von HOWOGE hebt hervor, dass dieses Projekt als zentrale Maßnahme im Schulbau des Bezirks angesehen wird. Interessant ist, dass es sich hierbei um die zweite Holzmodulschule handelt, die nach der Grundschule am Rosenfelder Ring errichtet wird. Ein besonderes Augenmerk gilt dem seriellen, klimaschonenden Baukonzept, welches nicht nur kurze Realisierungszeiten verspricht, sondern auch auf hohe Qualität setzt. Diese Projektvereinbarung leitet einen strukturierten Planungs- und Bauprozess ein, um die dringend benötigten Grundschulplätze zu schaffen, wie hier zu lesen ist: Berlin.de.
Schulbauoffensive in Berlin
Die geplante Grundschule ist Teil einer umfassenden Schulbauoffensive, die als zentrales Infrastrukturprojekt des Landes Berlin fungiert. Das Hauptziel dieser Initiative ist die Bereitstellung moderner Schulplätze, die mit geeigneter Ausstattung für zeitgemäßen Unterricht aufwarten. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf dem Neubau, sondern auch auf der Erweiterung und Sanierung bestehender Schulgebäude. Eine digitale Karte der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie gibt Aufschluss über laufende und geplante Bauprojekte in Berlin und seinen 12 Bezirken. Diese öffentliche digitale Schulbaukarte bietet detaillierte Informationen zu den Bauprojekten, darunter welche Schulen betroffen sind, welche Baumaßnahmen anstehen und die Zeitpunkte der Nutzungsübergabe. Über 200 Bauprojekte an allgemeinbildenden öffentlichen Schulen sind hier verzeichnet, und die Informationen sind bis zum Schuljahr 2025/2026 aktuell. Die Karte soll zudem die Bürger:innen zur aktiven Teilnahme an Entscheidungsprozessen ermutigen und über Entwicklungen im Schulbau informieren, wie auf dieser Seite beschrieben wird: Tempelhof-Schöneberg-Zeitung.
Die Rolle der HOWOGE
Die HOWOGE ist eine der sechs kommunalen Wohnungsbaugesellschaften in Berlin und zählt zu den größten Vermietern in Deutschland. Ihre wirtschaftliche Stärke und langjährige Expertise als Bauherrin kommen der Schulbauoffensive zugute. Die HOWOGE hat umfassende Erfahrungen in der Bereitstellung von Infrastrukturen und ist maßgeblich an der Entwicklung neuer Siedlungsflächen sowie dem Bau neuer Quartiere beteiligt, inklusive Kitas und Schulen. Sie beschleunigt den Planungs- und Bauprozess und übernimmt Aufgaben, die andernfalls zu Verzögerungen und Kostensteigerungen führen könnten. Obwohl die HOWOGE als landeseigene Gesellschaft dem öffentlichen Vergaberecht unterliegt, kann sie aufgrund ihrer privatrechtlichen Struktur schneller und flexibler agieren. Eine eigene Abteilung innerhalb der HOWOGE betreut die Aufgaben im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive und steuert den gesamten Umsetzungsprozess. Externe Planungsbüros agieren als Generalplaner, was zusätzlich zur Qualität des Bauvorhabens beiträgt. Weitere Informationen zur HOWOGE und ihrer Rolle im Schulbau finden Sie hier: HOWOGE.
Insgesamt zeigt sich, dass in Tempelhof-Schöneberg nicht nur ein neues Schulgebäude geplant wird, sondern dass dieses Bauprojekt auch Teil eines viel größeren, nachhaltigen Schulbaukonzepts ist, das die Bildungseinrichtungen für die kommenden Generationen rüstet.