Podiumsdiskussion in Köpenick: Stimmen aus Israel und Gaza vereint
Podiumsdiskussion am 22. Juli in Köpenick: Stimmen aus Israel und Gaza, Austausch über Antisemitismus und Frieden.

Podiumsdiskussion in Köpenick: Stimmen aus Israel und Gaza vereint
Am 22. Juli 2025 findet in der Mittelpunktbibliothek Köpenick, Alter Markt 2 in Berlin, eine wichtige Podiumsdiskussion mit dem Titel „Stimmen aus Israel und Gaza“ statt. Die Veranstaltung, die um 19:00 Uhr beginnt, zielt darauf ab, einen Raum für Begegnung, Austausch und Verständnis zu schaffen. Moderiert wird die Diskussion von Arie Shulov, dem Beauftragten für Antisemitismusprävention im Bezirk Treptow-Köpenick.
Als Referenten sind zwei bemerkenswerte Persönlichkeiten eingeladen. Shay Dashevsky, Aktivist im Projekt „I am from Israel – ask me anything“, wird über die Herausforderungen sprechen, die nach den tragischen Ereignissen vom 7. Oktober 2023 in der Region aufgetreten sind. Sein Gegenüber ist Hamza Howidy, der in Gaza geboren wurde, an der Islamischen Universität in Gaza studierte und 2019 an Protesten gegen die Lebensbedingungen sowie die Hamas-Führung teilnahm. Howidy floh nach Deutschland, wo er sich aktiv für ein besseres Verständnis zwischen den Kulturen einsetzt.
Offener Dialog und Antisemitismusprävention
Die Veranstaltung wird von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt unterstützt, die finanzielle Mittel zur Antisemitismusprävention und zur Stärkung der Demokratie bereitstellt. Ein offener und respektvoller Dialog ist auch Teil des Konzepts, wobei Fragen aus dem Publikum gerne willkommen sind. Interessierte Bürger können sich telefonisch unter 030/90297-3419 informieren oder auf der Website sowie dem Instagram-Account der Organisatoren nach weiteren Details suchen.
Im Kontext dieser Diskussion ist die Erklärung von Antisemitismus und den aktuellen gesellschaftlichen Debatten zu betrachten. So beschloss der Bundesparteitag der Partei DIE LINKE am 10. Mai 2023, die „Jerusalem Declaration on Antisemitism“ (JDA) in ihre Arbeit zu integrieren. Die Initiatoren dieser Erklärung sind Teil der globalen Linken und erhalten Unterstützung vom Zentrum für Antisemitismusforschung in Berlin. Kritiker wie Gerald Steinberg haben jedoch Bedenken geäußert, dass die JDA verharmlosende Vergleiche zwischen Antisemitismus und legitimer Kritik an Israel verbreitet, was zu einer Polarisierung des Diskurses führt, insbesondere in Deutschland.
Der Einfluss von sozialer Medien und globalen Ereignissen
Ein weiterer Aspekt, der immer wieder in den Diskussionen rund um Antisemitismus und den Nahost-Konflikt angesprochen wird, ist die Rolle sozialer Medien, die nach den Ereignissen vom 7. Oktober eine bedeutsame Einflussnahme auf die öffentliche Wahrnehmung haben. Dies wird auch in der kommenden Konferenz thematisiert, die sich mit der Wiederkehr des Antisemitismus im 21. Jahrhundert auseinandersetzt. Hierbei werden prominente Wissenschaftler und Forscher aus der ganzen Welt zusammenkommen, um Aspekte wie feministische kritische Theorien und die komplexen Beziehungen zwischen den Vereinten Nationen und Israel zu beleuchten.
Im Rahmen dieser Konferenz werden auch aktuelle Themen behandelt, unter anderem der Umgang mit Antisemitismus in verschiedenen europäischen Ländern und die damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Diskussionen finden in einem Umfeld statt, das zunehmend polarisiert ist, wo kritische Stimmen wie die von palästinensischen Aktivisten oft marginalisiert werden, auch wenn sie sich für Frieden und gegen Extremismus einsetzen.
Die Kombination dieser Veranstaltungen und Diskussionen könnte letztlich dazu beitragen, Brücken zwischen den unterschiedlichsten Perspektiven zu bauen und zu einem respektvollen Miteinander zu inspirieren. Dabei stehen die Stimmen von Vordenkern sowohl aus der Region als auch aus der Diaspora im Vordergrund, um ein differedntes und informiertes Bild der Situation zu vermitteln.
Weitere Informationen zur Podiumsdiskussion finden Sie unter Berlin.de, zur JDA unter Hagalil und zu den kommenden Konferenzen unter IIBSA.