Am 16. Oktober 2025 wurde in Berlin-Spandau der neue Jonny-K.-Aktivpark eröffnet, ein Ort, der an den 2012 am Alexanderplatz getöteten Jonny K. erinnert. Der Park, der auf dem Gelände des ehemaligen Egelpfuhlparks entstanden ist, stellt eine Verbindung zur Vergangenheit dar und ist gleichzeitig ein Platz für die Zukunft. Er bietet vielfältige Bereiche für Bewegung, Entspannung und Begegnung für Menschen aller Altersgruppen, darunter Spielplätze, Sportflächen, eine Yogawiese und Ruhebereiche.

Jonny K. wuchs in der Großsiedlung Heerstraße Nord auf, einer der ärmsten Gegenden Berlins. Er starb, als er einem betrunkenen Freund helfen wollte und von mehreren Angreifern überfallen wurde. Dieser Vorfall sorgte nicht nur für Bestürzung in Deutschland, sondern rief auch eine breite Debatte über Zivilcourage und den Umgang mit jugendlichen Gewalttätern hervor. Im Park erinnert eine spezielle Skulptur an ihn, die das Engagement und den Einsatz für Respekt und Solidarität symbolisiert, wie Mein Berlin berichtet.

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Die Gestaltung des Parks

Der Umbau des Parks, der von dem Landschaftsarchitekturbüro geskes.hack unter der Leitung von Stefan Hack durchgeführt wurde, umfasste eine Investition von etwa acht Millionen Euro. Diese Gelder wurden aus einem Programm für nachhaltige Erneuerung bereitgestellt. Die Umgestaltung begann im Jahr 2021 und berücksichtigt das Leitbild der Gewaltprävention sowie des respektvollen Miteinanders. Der Park umfasst neue Grünflächen, Spiel- und Sportgeräte, Hundewiesen und eine Parkbühne. Zudem wurden Freiflächen für Yoga und Gymnastik geplant. Das Projekt nimmt mit einer Fläche von 5,6 Hektar großen Raum in Spandau ein und fordert die Bürger dazu auf, sich aktiv am Austausch über die Gestaltung ihrer Nachbarschaft zu beteiligen, wie RBB24 ergänzt.

Die Eröffnung wurde von verschiedenen Politikern, darunter dem Regierenden Bürgermeister und Jonny K.s Schwester Tina, begleitet. Der Jonny-K.-Aktivpark ist nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch eine Plattform für Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten. Ein wichtiges Ziel hinter der Umgestaltung ist die Förderung von Respekt, Solidarität und Gewaltfreiheit in der Gemeinschaft. Der Park ist ein Teil des „Grüner Ring“, eines städtebaulichen Projekts, das sich bis 2032 über 6 Kilometer erstrecken soll, mit geplanten Gesamtkosten von etwa 20 Millionen Euro.

In einer Zeit, in der urbane Sicherheit zunehmend in den Fokus rückt, stehen auch Forschungsprojekte wie ENSURE und InREAKT bereit, um neue Sicherheitskonzepte im urbanen Raum zu entwickeln. Diese Bestrebungen zielen darauf ab, krisenfeste Strukturen zu schaffen und das Sicherheitsempfinden der Bürger in Ballungsgebieten zu stärken.