In der Nacht vom 25. auf den 26. Oktober 2025 brach ein verheerender Brand in einer Doppelhaushälfte im Hornetweg in Berlin-Marzahn aus. Die Feuerwehr wurde gegen 3 Uhr alarmiert, als Anwohner das Feuer bemerkten. Mehr als 80 Einsatzkräfte kämpften über vier Stunden lang gegen die Flammen, die das gesamte Haus erfassten und auf die benachbarte Doppelhaushälfte übergriffen. Nach Löscharbeiten fanden die Feuerwehrleute zwei leblos im Gebäude liegende Männer vor, deren Identität zunächst unklar blieb. Behörden ermitteln nun unter dem Verdacht auf Mord und Mordversuch, da einer der Vermissten als mutmaßlicher Brandverursacher gilt, berichten die Tagesspiegel und rbb24.
Von den in der Unterkunft lebenden acht Facharbeitern konnten sich vier Männer im Alter von 33, 38 und 45 Jahren retten, teils jedoch mit schweren Verletzungen. Einer von ihnen schwebt in Lebensgefahr, während zwei weitere Verletzte ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die Ermittler stehen vor der Herausforderung, auch die Identität der beiden Toten festzustellen, die laut Berichten vermutlich erwachsene Männer sind. Zudem ist unklar, wo sich die restlichen zwei Bewohner aufhalten.
Ermittlungen und mögliche Brandursache
Die Polizei und Staatsanwaltschaft haben mittlerweile Ermittlungen aufgenommen, da die Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung hindeuten. Ein Brandanschlag von außen wird ausgeschlossen, und die Ermittler gehen davon aus, dass das Feuer möglicherweise absichtlich gelegt wurde. Die Brandursachenermittlungen umfassen die sorgfältige Untersuchung der Brandstelle, bei der auch elektrotechnische Geräte auf ihre mögliche Rolle als Brandursache überprüft werden. Hierbei kommen Sachverständige zum Einsatz, die nach festgelegten Qualitätsstandards arbeiten, wie die IFS beschreibt.
Das Haus, das als Unterkunft für die Facharbeiter vermietet war, bietet keine Hinweise auf ein politisch oder religiös motiviertes Verbrechen. Obduktionen der Leichen sind bisher nicht veröffentlicht worden, und die genauen Details zu den Umständen des Brandes bleiben unklar. Die Staatsanwaltschaft hat angekündigt, die Ermittlungen weiter voranzutreiben, während die Überlebenden von den Behörden befragt werden, um weitere Informationen zu sammeln.
Der dramatische Vorfall hat die Gemeinschaft in Berlin-Marzahn erschüttert und wirft Fragen zur Sicherheit von Wohnunterkünften auf. Die Einsatzkräfte erinnern daran, wie schnell sich eine Situation zuspitzen kann und wie wichtig schnelles Handeln im Notfall ist.