Krawalle in Kreuzberg: Polizist bei Nakba-Demo schwer verletzt!
Bei einer pro-palästinensischen Demo in Berlin-Kreuzberg am 15. Mai 2025 wurde ein Polizist schwer verletzt. Ermittlungen laufen.

Krawalle in Kreuzberg: Polizist bei Nakba-Demo schwer verletzt!
Bei einer pro-palästinensischen Demonstration in Berlin-Kreuzberg am 15. Mai 2025 kam es zu schweren Ausschreitungen. Rund 1.100 Menschen protestierten gegen den Krieg in Gaza und die Politik Israels. Unter den Teilnehmern waren aggressive Slogans zu hören, die gegen Israel gerichtet waren. Die Veranstaltung, die anlässlich des Nakba-Gedenktages stattfand, musste schließlich von der Polizei aufgelöst werden.
Inmitten der Unruhen wurde ein 36-jähriger Polizist schwer verletzt. Er erlitt bei einem Übergriff „niedergetrampelt“ zu werden, einen gebrochenen Arm und weitere Verletzungen. Der Beamte befindet sich nun im Krankenhaus. Diese Vorfälle führten dazu, dass die Generalstaatsanwaltschaft Berlin die Ermittlungen übernahm und den Vorfall als „Angriff auf Organe des Rechtsstaates“ bewertete. Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, schweren Landfriedensbruchs und tätlichem Angriff wurden eingeleitet.
Reaktion der Behörden
Die Eskalation der Gewalt hat zu Forderungen nach einer Neubewertung pro-palästinensischer Versammlungen geführt. Berlins Innensenatorin Iris Spranger kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Täter an. Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt verurteilte die Gewalt und forderte die Rückendeckung für die Polizei. Der regierende Bürgermeister Berlins, Kai Wegner, sprach von einem „feigen, brutalen Gewaltakt“.
Die Polizei war mit etwa 1.000 Einsatzkräften vor Ort, und während der Demonstration wurden mehrere Flaschen und Steine auf die Beamt*innen geworfen. Insgesamt wurden 42 Verfahren eingeleitet und mehr als 50 Personen festgenommen. Neben dem verletzten Beamten erlitten auch mindestens elf weitere Polizisten Verletzungen, während die Feuerwehr mehrere verletzte Demonstranten versorgte und ins Krankenhaus brachte.
Ausblick auf zukünftige Demonstrationen
Für den 17. Mai 2025 ist eine weitere Demonstration zum Nakba-Gedenktag in Berlin-Mitte angemeldet, mit einer erwarteten Teilnehmerzahl von 500. Die Polizei überlegt, ob diese Veranstaltung als feste Kundgebung und nicht als Protestzug durchgeführt werden sollte, um mögliche Gewalt zu vermeiden. Der Nakba-Gedenktag erinnert an die Flucht und Vertreibung von Hunderttausenden Palästinensern im Jahr 1948, was das Thema der Demonstrationen zusätzlich auflädt.
Die Ereignisse in Kreuzberg verdeutlichen die zunehmende Radikalisierung und Gewaltbereitschaft innerhalb der Protestbewegungen. Die Polizei wird ihre Einsatzkonzepte für zukünftige Veranstaltungen in Berlin überprüfen, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Welches Maß an Kontrolle bei künftigen Demonstrationen angebracht ist, bleibt ein Diskussionspunkt unter den Verantwortlichen.